Zwei Obdachlose verurteilt

Haft und Entzug für tödliche Tritte und Schläge

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Gießen - Zwei Obdachlose haben in Friedberg auf einen am Boden liegenden Freund eingeschlagen und -getreten, bis dieser stirbt. Das Landgericht Gießen setzt die beiden nun auf Entzug und hinter Gitter.

Nach dem gewaltsamen Tod eines Obdachlosen in Friedberg sind seine zwei Bekannten zu sieben und acht Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Gießen sprach die Angeklagten heute wegen Totschlags schuldig. Sie prügelten demnach im September minutenlang auf den 49-Jährigen ein - bis dieser starb. Das Trio war zum Tatzeitpunkt obdachlos und teilte sich einen Schlafplatz bei der Burg in der Wetterau-Stadt. Das Gericht entschied zudem, die 42 und 47 Jahre alten Angeklagten in einer Entzugsklinik unterzubringen. Sie hatten zum Tatzeitpunkt mehrere Promille intus. Die Richter ordneten außerdem für den Älteren Sicherungsverwahrung an.

In der Tatnacht war nach Auffassung des Gerichts zunächst der jüngere Angeklagte mit dem Opfer aneinandergeraten. Der Streit eskalierte. Der Ältere sei hinzugekommen und habe bei der Attacke mitgemacht. Der Staatsanwalt sprach von einer "sehr, sehr gewalttätigen Tat". Der jüngere Angeklagte hatte bereits zu Prozessbeginn im Februar die Tat eingeräumt. Der Ältere dagegen bestritt die Vorwürfe: er habe den anderen vergeblich von der Tat abzuhalten versucht.

Polizistin erschießt Angreiferin

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dpa

Quelle: op-online.de

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