Gleichstellung von Sexarbeit

Verein fordert neue Gesetze für Prostituierte

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Frankfurt - „Die Sondergesetze müssen weg“: Ein Verein, der sich für Prostituierte einsetzt, fordert die völlige Gleichstellung von Sexarbeit mit anderen Erwerbstätigkeiten.

Prostitution soll dem Verein Doña Carmen zufolge nicht mehr durch eigene Paragrafen im Strafgesetzbuch geregelt werden. „Das wäre ein konsequenter Verzicht auf Stigmatisierung“, sagte Sprecherin Rosina Juanita Henning heute in Frankfurt. Der Verein legte einen Vorschlag für veränderte Prostitutionsgesetze vor. Der Bundesregierung warf Doña Carmen vor, die falschen Ziele zu verfolgen: Diese wolle mit ihrer Reglementierung Menschenhandel und Zwangsprostitution bekämpfen - dabei handele es sich um Einzelfälle, sagte Henning. „Die Sondergesetze müssen weg“, sagte Henning.

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Doña Carmen plädiert für eine gewerbliche Anzeigepflicht für Prostitutionsstätten. Einzelne Frauen sollten diese Anzeigepflicht nicht haben, sie sollten freiberuflich tätig sein dürfen. „Damit genießen diese Frauen eine gewisse Anonymität“, sagte Henning. Die Frankfurter Polizei registrierte 2012 insgesamt 14 Fälle, im Jahr darauf 12 Fälle von Menschenhandel, worunter Zwangsprostitution fällt. „Da kann man nicht davon sprechen, dass das die Regel ist“, sagte ein Sprecher. Die Polizei geht aber davon aus, dass viele Frauen vor allem aus anderen Ländern ihre Rechte nicht kennen.

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dpa

Quelle: op-online.de

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