Glückspilz und dann ein Mörder?

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Geisterfahrer auf der A3: Erst Glück spilz und dann ein Mörder?

Wiesbaden - Erst ein Glückspilz, jetzt ein Mörder? Mit einem höchst mysteriösen Fall muss sich die Justiz in Wiesbaden befassen. Von Petra Wettlaufer-Pohl

Am vergangenen Samstagabend hatte wie berichtet ein Geisterfahrer einen Unfall auf der A3 bei Idstein (Main-Taunus-Kreis) verursacht, bei dem ein Mann ums Leben kam und sechs Menschen verletzt wurden. Der Geisterfahrer, ein 48-jähriger Wiesbadener, sitzt inzwischen wegen dringenden Mordverdachts in U-Haft. Außerdem wurde bekannt, dass der Familienvater einen Abend zuvor eine halbe Million Euro im Automatenspiel in der Wiesbadener Spielbank gewonnen hatte. Am Samstag soll er in der Bad Homburger Spielbank gewesen sein, auf dem Rückweg nach Wiesbaden ist er jedoch Richtung Köln auf die Autobahn eingebogen. Als er dies feststellte, wendete er den Wagen und löste den Unfall aus.

Der Wiesbadener Oberstaatsanwalt Hartmut Ferse sagte unserer Zeitung, wer absichtlich in den Gegenverkehr fahre, nehme in Kauf, dass Menschen zu Tode kommen würden. Für das Opfer in dem anderen Wagen sei der Unfall völlig unvorhersehbar gewesen, insofern könne man von Heimtücke sprechen. Die Tat sei zudem gemeingefährlich, weil die Situation nicht beherrschbar gewesen sei. Beides seien Mordmerkmale.

Medieninformationen, wonach der Mann angab, er habe vor der Geisterfahrt vier Gläser Wein getrunken und vergessen, seine Diabetes-Medikamente zu nehmen, wollte Ferse nicht kommentieren. Der Mann werde aber untersucht, um Erkenntnisse über seinen körperlichen und psychischen Zustand zum Unfallzeitpunkt zu bekommen. Dem Bericht zufolge macht der Mann Erinnerungslücken geltend. Die Blutprobe habe null Promille ergeben.

Quelle: op-online.de

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