Glücksspirale brachte Hessen 122 Mio. Euro

Wiesbaden (mic) ‐ Die „Glücksspirale“ wird 40. Ursprünglich zur Finanzierung der Olympischen Spiele 1972 in München gedacht, ist die Lotterie in 40 Jahren zu einem der größten Unterstützer des Sports, der Sozialverbände und des Denkmalschutzes geworden. Über 122 Millionen Euro konnte „Lotto Hessen“ als Veranstalter dem Bundesland in vier Jahrzehnten zur Verfügung stellen.

Fast auf den Tag genau vor 40 Jahren, am 25. April 1970, übertrug die ARD die erste Ziehungssendung der Glücksspirale. Ursprünglich wurde die Lotterie aus der Not geboren. Es fehlte Geld, um die Sportstätten der Olympischen Spiele 1972 in München und Kiel zu finanzieren. Fünf Mark kostete zunächst das Los. Alleine in Hessen erzielte die Glücksspirale zwischen 1970 und 1972 mehr als fünf Millionen Euro für die Olympischen Spiele. Das Konzept machte Schule, der Deutsche Fußball Bund DFB sicherte mithilfe der Glücksspirale die Finanzierung der Fußball-WM 1974. Mit dem Jahr 1976 wird die Glücksspirale eine Lotterie von Lotto-Hessen, die das Unternehmen bis heute als Privatlotterie veranstaltet. Seitdem profitieren neben dem Sport die Wohlfahrtsverbände.

1991 kam als Nutznießer die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hinzu, die heute neben dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) und seit 2008 der Stiftung Sporthilfe Hessen Geld erhält. Von jedem Los fließt mehr als ein Viertel direkt in Sport, Denkmalpflege und Soziales. Bis heute summiert sich die Förderung durch die Lotterie auf 122 Millionen Euro in Hessen. Bundesweit sogar auf 1,5 Milliarden Euro. Allein für den hessischen Sport kamen in 40 Jahren 55,7 Millionen Euro zusammen. Aktuell werden in Hessen 200 Athletinnen und Athleten gefördert. Die Wohlfahrt in Hessen erhielt im Laufe der letzten vier Jahrzehnte rund 48 Millionen Euro. Rund 1600 soziale Projekte wurden realisiert.

Der Deutschen Stiftung Denkmalschutz stellte die GlücksSpirale 28,7 Millionen Euro für die Erhaltung des Kulturerbes zur Verfügung. Mehr als 80 Denkmäler wurden saniert.

Quelle: op-online.de

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