Goethe-Uni will Bockenheim bis 2017 verlassen

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2017 ist Schluss mit Uni am Campus Bockenheim.

Frankfurt/Wiesbaden (dpa) - Die Frankfurter Goethe-Universität will in fünf Jahren den traditionsreichen Standort im Stadtteil Bockenheim räumen.

Die größte Hochschule des Landes und die Landesregierung haben am Donnerstag „die letzten offenen Eckpunkte“ für die Standort-Neuordnung festgelegt, wie Universität, Finanz- und Wissenschaftsministerium berichteten. „Die damit verbundene Aufgabe des Universitätsstandorts Campus Bockenheim bis 2017 ist somit sichergestellt.“

Vor dem Abschied aus Bockenheim müssen die beiden neuen Standorte weiter ausgebaut werden: der Campus Westend für die Geisteswissenschaften und der Campus Riedberg für die Naturwissenschaften. Das innerstädtische Areal hat die Stadt Frankfurt für 70 Millionen Euro dem Land abgekauft, um darauf in den nächsten Jahren einen „Kulturcampus“ mit Wohnungen, Büros und Kultur anzusiedeln.

Neuordnung kostet 600 Millionen Euro

Im Westend soll für 13 Millionen ein „Studierendenhaus“ gebaut werden. Mehr als 70 Millionen Euro sind für die Fächer Musik, Kunst und außereuropäische Sprachen eingeplant. Politik- und Sozialwissenschaften sollen bereits zuvor auf das frühere IG-Farben-Gelände umziehen. Auf dem Riedberg sollen 50 Millionen Euro in den Neubau der Chemischen Institute fließen. Schon ab 2013 sollen Informatik und Mathematik verlagert werden.

Nach Angaben der Hochschule belaufen sich die Kosten für die Standort-Neuordnung auf 600 Millionen Euro. Insgesamt würden 150.000 Quadratmeter Hauptnutzfläche neu errichtet.

Quelle: op-online.de

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