Gottesdienst für Polizisten in Herborn

Herborn - Mit einem Trauergottesdienst haben mehr als 1000 Menschen in Herborn Abschied von dem an Heiligabend erstochenen Polizisten genommen. Unter den Trauergästen in der evangelischen Kirche war neben viele Kollegen am Samstag auch Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU).

Der Gottesdienst dauerte rund eine Stunde und wurde auch in das Gemeindehaus übertragen. Der 46 Jahre alte Polizist war am Herborner Bahnhof Opfer einer Messerattacke geworden. Er und ein Kollege waren von einem Zugbegleiter alarmiert worden, nachdem ein 27-Jähriger in einem Regionalexpress sich nicht hatte kontrollieren lassen wollen. Als die Polizisten den Zug betraten, wurden sie nach bisherigen Erkenntnissen sofort von dem betrunkenen Mann angegriffen. Der 46-Jährige starb nach den Stichen in den Hals-Schulter-Bereich. Sein 47 Jahre alter Kollege erlitt lebensgefährliche Verletzungen, konnte aber mittlerweile wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Gegen den mutmaßlichen Täter erging Haftbefehl.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) forderte nach dem Angriff eine bessere Eigensicherung der Beamten. Es müsse überprüft werden, „ob unsere Schutzwesten eine Sicherheit gegen Stichwaffen bieten“, sagte GdP-Vizechef Jörg Radek. Es seien „gerade die Messerattacken, die uns auch im allgemeinen Alltag zu schaffen machen“. Die GdP bekräftigte ihre Forderung nach einem eigenen Strafrechts-Paragrafen, um Angriffe gegen Polizisten, aber auch Rettungskräfte unter Strafe zu stellen.

Prozess um tödlichen Messerangriff auf Polizisten

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Archivbild: dpa

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