Milliardär übernimmt Schulden seiner Heimatgemeinde

Für Grebenhain wurde ein Traum wahr

Grebenhain - Nach der Millionenspende eines Milliardärs für seine Heimatgemeinde Grebenhain hat die mittelhessische Kommune die damit verknüpften Bedingungen bislang eingehalten.

„Wir sind im grünen Bereich und haben nichts zu befürchten“, sagte Bürgermeister Sebastian Stang (parteilos) rund zwei Jahr nach der Spendenaktion. Es sei trotz neuer Schulden gegen keine Auflagen verstoßen worden. Der Milliardär Lutz Helmig (68) hatte seiner Heimatgemeinde im Sommer 2013 einen riesigen Geldsegen zukommen lassen. Er übernahm die gesamten damaligen Schulden von 2,4 Millionen Euro. Unter einer Bedingung: Die Kommune im Vogelsbergkreis (4800 Einwohner) darf drei Jahre lang keine neuen Miesen machen. Helmig ist der Gründer der Helios-Kliniken sowie der Beteiligungsgesellschaft Aton.

Grebenhain muss aber auch in diesem Jahr neue Schulden einplanen. Der Ergebnishaushalt 2015 sehe ein Minus von 281 000 Euro vor, sagte Verwaltungschef Stang. Das sei aber erlaubt, weil die Verabredung mit Milliardär Helmig laute, keine neuen Schulden zu machen, die sich auf freiwillige Ausgaben beziehen. Wenn aber Geld nötig sei, um die Infrastruktur der weit verzweigten Kommune - 15 Ortsteile verstreut über 92 Quadratkilometer - in Ordnung zu halten, seien Ausnahmen gestattet. „Für Infrastrukturmaßnahmen sind Kredite ausdrücklich nicht ausgeschlossen worden“, bestätigte Helmig. Investieren musste Grebenhain etwa in neue Hochbehälter für die Wasserversorgung oder die Kläranlage.

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Helmig hat ein Haus in Grebenhain und arbeitete früher als Gefäßchirurg in einer Klinik in Grebenhain. Die Familie Helmig war bis 2005 mehrheitlich Eigentümer der Helios Kliniken GmbH. Mittlerweile hat der Unternehmer ein Firmenimperium aufgebaut. Seine Gesellschaft Aton besitzt Beteiligungen im Maschinen- und Bergbau sowie in der Medizintechnik und Luftfahrt. (dpa)

Quelle: op-online.de

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