Größer, flacher, schärfer – das ist beim Kauf eines Fernsehers wichtig

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Damit keiner in der Familie benachteiligt ist, sollte der Blickwinkel des Fernsehers groß genug sein.

Full HD oder HD-ready, LCD oder Plasma – wer einen Fernseher kaufen will, muss sich mit vielen Fachausdrücken in den Produktbeschreibungen auseinandersetzen. Lesen Sie hier, was diese Angaben bedeuten und welcher Fernseher zu Ihnen passt.

LCD- oder Plasma-Fernseher

Für welche Display-Technologie Sie sich entscheiden, hängt von Ihren persönlichen Ansprüchen ab. Das Bild eines Plasma-Fernsehers gilt als natürlicher, weil die Bildpunkte selbst Licht abstrahlen. Die Farben kommen aber erst bei Dunkelheit zur Geltung. Ein LED-Bildschirm ist dagegen hintergrundbeleuchtet. Die Technik funktioniert auch in hellen Räumen. LED-Fernseher haben dadurch aber oft Probleme, tiefes Schwarz darzustellen.

Ein Vorteil der Plasma-Fernseher besteht auch in seiner schnellen Reaktionszeit. Der Bildaufbau geschieht hier in Bruchteilen einer Sekunde. Beim LED-Fernseher erscheint das Bild leicht verzögert. Dies kann dazu führen, dass Bild und Ton asynchron laufen. Allerdings lässt sich das meist von Hand anpassen.

Ein Plasma-TV kostet im Handel mindestens 20 bis 30 Prozent mehr als ein LCD-Gerät mit ähnlicher Bildqualität. Außerdem verbraucht er im Durchschnitt deutlich mehr Strom. Bei einer durchschnittlichen Nutzung von vier Stunden täglich und einem Strompreis von 25 Cent pro Kilowattstunde zahlen Sie für einen Plasma-TV jährlich etwa 43 Euro mehr als für einen LED-Fernseher.

Die Größe des Fernsehers

Stimmen Sie die Größe des Fernsehers auf die Zimmergröße ab. Sitzen Sie zu weit von einem kleinen TV-Gerät entfernt, erkennen Sie Details nur schwer. Rücken Sie zu nah an einen großen Fernseher, werden die einzelnen Pixel sichtbar, das Bild wirkt nicht mehr homogen und flimmert. Bei hochauflösenden Fernsehern mit einer Diagonale von 80 Zentimetern sollte der Abstand mindestens 1,80 Meter betragen.

Die Bildqualität

Ein HD-fähiges Gerät lohnt sich nur, wenn Sie Zugang zu hochauflösendem Fernsehen haben, das heißt, wenn Sie HD-Sender nutzen oder einen Blue-ray- oder HD-DVD-Player haben. Bei einem Fernsehsignal im herkömmlichen Pal-Format, wird das Bild nur verzerrt.

Ein Full-HD-Gerät meistert die höchstmögliche Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten. HD-ready bedeutet, dass der Fernseher mit hochauflösenden Bildquellen zurechtkommt, die vollständige Bildauflösung wird jedoch nicht erreicht. Bei kleineren Geräten bis zu einer Bilddiagonale von 66 Zentimetern fällt der Unterschied kaum auf. Entscheiden Sie sich jedoch für einen größeren Fernseher oder nutzen Sie diesen auch als Computer, sollten Sie ein Full-HD-Modell kaufen.

Der Blickwinkel des Fernsehers

Sehen Sie sich das Bild des Fernsehers aus verschiedenen Positionen an. Ein zu kleiner Betrachtungswinkel führt dazu, dass bei fünf Zuschauern auf dem Sofa die beiden äußeren eventuell ein mattes Bild sehen.

Die Bildwiederholfrequenz

Die Bildwiederholfrequenz gibt an, wie viele Bilder der Fernseher pro Sekunde zeigt. Dabei können Sie zwischen 100, 200 und manchmal sogar 600 Hertz wählen. Je höher die Frequenz, desto flüssiger und gleichmäßiger werden Bewegungsabläufe im Bild. Da es kein Fernsehsignal gibt, das 100 oder mehr Bilder pro Sekunde an den Fernseher liefert, fallen die Unterschiede bei den Geräten kaum auf.

Wenn Sie allerdings einen 3D-Fernseher kaufen wollen, benötigt mindestens 200 Hertz. Bei der sogenannten Shutter-Technik wird das Bild abwechselnd für das linke und das rechte Auge geschaltet. So halbiert sich die Anzahl der gezeigten Bilder. Bei 100 Hertz bleiben nur noch 50 Bilder pro Sekunde übrig.

Quelle: op-online.de

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