Frankfurter Kirchen locken mit Konzerten

Größte Orgel in Hessen

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Die Orgel im Kaiserdom St. Bartholomäus zu Frankfurt gehört zu den größten in ganz Deutschland. Die Anlage besteht aus einer Chor- und einer Hauptorgel im südlichen Querhaus. 

Frankfurt - 28.526 Orgelpfeifen zählen die Orgeln der acht Frankfurter Dotationskirchen insgesamt. Die imposante Orgel im Dom hat allein 8801 Pfeifen und stellt damit die derzeit größte Orgelanlage Hessens dar. Die Anlage besteht aus einer Chor- und einer Hauptorgel.

Erstere steht auf der Schwalbennestempore des Hochchores, letztere ist im südlichen Querhaus angesiedelt. „Gerade in einer Metropole wie Frankfurt kommt Kirchen eine besonders wichtige Bedeutung als Ort der Begegnung, der Stille und der musikalischen Andacht zu“, sagt Kirchendezernent Uwe Becker. Auch in der nun bald beginnenden Adventszeit wird es wieder Orgelkonzerte geben. Diese haben eine lange Tradition in Frankfurt. Schon viele Größen haben in der Mainmetropole ihr Können an der Orgel unter Beweis gestellt, so spielten auf den Vorgängerorgeln der St. Katharinenkirche etwa Georg Philipp Telemann, Wolfgang Amadeus Mozart und Felix Mendelssohn Bartholdy. Auch heute ist Frankfurts evangelische Hauptkirche ein bedeutendes Zentrum der Kirchenmusik.

Ihre heutige dreimanualige Rieger-Orgel stammt aus dem Jahr 1990. Der Schönheit des Klanges können Interessierte etwa in den „30 Minuten Orgelmusik” an jedem Montag und Donnerstag um 16.30 Uhr oder in den Abendkonzerten des Zyklus „Musik in St. Katharinen” an der Hauptwache, mitten im Herzen der Stadt, lauschen.

Neuer Wohlklang für Kirchenorgel

Die geringste Anzahl an Orgelpfeifen hat die Alte Nikolaikirche mit 1640. Dafür gibt es dort aber etwas Außergewöhnliches: In der Orgel wohnt ein Vögelchen, das seinen großen Auftritt bei Familien- und Kindergottesdiensten hat und sich überaus stimmbegabt zeigt. Es kann singen wie ein Kuckuck und zwitschern wie eine Nachtigall. Das Vögelchen erscheint am unteren Ende der Orgelplattform durch eine Klappe, die ein Helfer durch Ziehen an einem Hebel öffnet.

Zu den Dotationskirchen, die im 19. Jahrhundert der damaligen Freien Stadt übergeben worden waren, zählen neben dem Dom die Dreikönigskirche, die Leonhardskirche, St. Peter, die Katharinen- und Liebfrauenkirche sowie das Dominikaner- und das Karmeliterkloster.

pia

Quelle: op-online.de

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