Nahe 200 Jahre altes Gebäude

Großer Umbau im Senckenberg-Museum

Frankfurt - Die Arbeiten zur Erweiterung des Senckenberg-Museums haben begonnen. Mit dem ersten Spatenstich begann gestern die Verwirklichung der von Architekt Peter Kulka entworfenen Baupläne für das nahezu 200 Jahre alte Gebäude. Von Christina Lenz

Der inzwischen fünfte Umbau des Naturmuseums soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Ziel ist es, das Museum mit den anliegenden ehemaligen Universitätsgebäuden „Jügelhaus“ und „Alte Physik“ zu verbinden, um mehr Platz für Personal, Forschung und Sammlungen zu schaffen. Für Umbau und Sanierung stellen Bund und Land zusammen rund 116 Millionen Euro zur Verfügung.

Volker Mosbrugger, Bauherr und Direktor der Senckenberg Gesellschaft, nannte die abgeschlossene Planungsphase „eine Quadratur des Kreises“. Die Anforderungen an einen Komplex, in dem Museumsbetrieb neben Forschung, Laborarbeit und Sammlungsaktivitäten existiere, seien hoch gewesen. Die Pläne hätten zudem den Ansprüchen an Barrierefreiheit und an schnelle Kommunikationswege genügen müssen. Das nun gefundene Konzept bezeichnete er als „evolutionär“.

Die wichtigsten sichtbaren Veränderungen des Umbaus werden „gläserne Brücken“ zwischen dem Naturmuseum, dem Jügelhaus und der „Alten Physik“ sein sowie ein moderner Anbau an der Südseite des Jügelhauses. Die geplanten, futuristisch anmutenden Dachkonstruktionen aus Zink-Aluminium-Blech hatten im Vorfeld für Kritik gesorgt. Viele Frankfurter hatten sich eine Rekonstruktion des einst neobarocken Prachtbaus gewünscht. Architekt Kulka äußerte Verständnis dafür, dass viele Frankfurter gern Altes bewahrten, nachdem die Stadt bereits so viel von ihrer historischen Bausubstanz verloren habe, verteidigte aber sein Baukonzept: „Mir war es wichtiger, die Zeitschichten zu zeigen und auch eine neue hinzuzufügen.“ Laut Mosbrugger werden die Bauarbeiten den Museumsbesuch nicht stören.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Archiv: dpa

Mehr zum Thema

Kommentare