„Die Erhaltung ist hervorragend“

Grube Messel: Fossile Großkopfechse entdeckt

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Gabriele Gruber, Abteilungsleiterin Naturgeschichte des Hessischen Landesmuseums Darmstadt enthüllt in Darmstadt während einer Pressekonferenz eine fossile Großkopfechse.

Messel/Darmstadt - Experten haben eine fossile Großkopfechse in der Grube Messel ausgegraben. Nach Angaben des Hessischen Landesmuseums Darmstadt sind die Exemplare selten.

Mit dem neuen Fund seien bislang acht Exemplare entdeckt worden - und damit weniger als vom berühmten Urvogel Archaeopteryx. Das versteinerte Tier ist von Kopf bis Schwanzende rund 91 Zentimeter lang. „Die Erhaltung ist hervorragend“, teilte das Museum heute mit. Vergleicht man die Echse (Ornatocephalus metzleri) mit lebenden Tieren, ähnelt sie am ehesten dem Smaragdwaran oder dem Schwarzen Baumwaran. Der lange Greifschwanz und die sehr krummen Krallen deuten nach Angaben des Museums darauf hin, dass das Tier auf Bäumen lebte. Vermutlich ernährte es sich von Pflanzen und Insekten.

Das Fossil sei rund 47 Millionen Jahre alt, sagte Paläontologe Norbert Micklich. Ein Student habe das Fossil 2012 bei einem Praktikum entdeckt, die anschließende Präparation sei aufwendig gewesen. Bisher stammten alle entdeckten Exemplare aus der Region. „Diese Echse ist nur aus der Grube Messel bekannt“, erklärte Micklich. Der Fund wird vorerst nicht in eine Ausstellung wandern, sondern von Reptilienspezialisten untersucht werden.

dpa

Quelle: op-online.de

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