Grüner wird's nicht: Festival-Finale um „Grie Soß“

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Anton le Goff alias Maja Wolff ist Initiator und Moderator des Grie-Soß-Festivals.

Ausgerechnet bayerische Trinklieder und Après-Ski-Hymnen sollen beim Finale des „Grüne Soße Festivals“ auf das hessische Küchenkulturgut einstimmen. Aber es funktioniert: Fast alle der rund 400 Gäste im vollen, grün dekorierten Zelt auf dem Roßmarkt in Frankfurt singen mit Inbrunst übers „Hofbräuhaus“ und „das rote Pferd“. Von Marco Krefting, dpa

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Nach acht Tagen und 56 Testsoßen ging am Samstag die Gaudi um das traditionelle Leibgericht zu Ende - mit zwei glücklichen Gewinnern: Siegerkoch Jörg Ludwig aus dem Frankfurter Restaurant „Gerbermühle“ und Maja Wolff alias Anton Le Goff. Wolff hat die Veranstaltung einst initiiert und moderiert die Abende. In einer Kombination aus Kleinkunst und Grüner Soße, angereichert mit gekochten Eiern, Kartoffeln und Wein, lockte das Festival jeden Abend hunderte Besucher an - für Ticketpreise ab 38 Euro aufwärts.

Der Gewinner des Grüne Soße Festivals ist Jörg Ludwig von der Gerbermühle.

Es galt aus sieben Soßen den Tagessieger zu küren. Die Finalisten kämpfen am Samstagabend um den Pokal und geben dafür alles: Neben den sieben - streng vorgeschriebenen - Kräutern mischt der eine Sauerrahm, der andere Mayonnaise unter die „Grie Soß“. Die meisten Gästegaumen überzeugt Jörg Ludwig. Der 44-Jährige stößt den Vorjahressieger, „Zum Gemalten Haus“, vom Thron und erobert den Pokal nach einem Jahr zurück.  Was sein Rezept zum besten macht? „Ich experimentiere nicht wirklich. Ich nehme hauptsächlich Frankfurter Grüne Kräuter und verzichte auf viel Schischi.“ Anders die Macher hinter und auf der Bühne: Selbst alte Klassiker wie Karats „Über sieben Brücken“ und neuere Stücke wie „Komm schon“ von Sportfreunde Stiller lassen sich scheinbar problemlos auf grüne Kräuter umtexten.  Allerdings strapazieren acht Tage Grüne Soße nicht nur die Mägen. „Mein Hirn ist schon weich“, sagt Wolff in ihrer Rolle als Le Goff. Und Sängerin Sabine Fischmann ruft kurzerhand zum Gegen- Grandprix „Ein Eat für Oslo“ auf. Humor, über den der Hesse lacht. Weil es so schön war, gibt es viel Lob, Blumen und Standing Ovations für Maja Wolff. Selbst die hessische Abteilung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes ist vertreten, um Dank auszusprechen. Dank auch dafür, dass jemand so viel Tamtam um Borretsch, Pimpinelle, Kerbel, Sauerampfer, Kresse, Petersilie und Schnittlauch macht.

Quelle: op-online.de

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