Keine Entscheidung im Prozess zur Grünen Soße 

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Sieben Kräuter machen die Grüne Soße einzigartig.

Frankfurt/München - Die Entscheidung über Markenschutz für die „Frankfurter Grüne Soße“ lässt auf sich warten. Nicht vor dem 10. Mai werde das Bundespatentgericht darüber befinden, sagte eine Sprecherin des Münchner Gerichts.

Rund 15 Kräutergärtner aus dem Frankfurter Stadtteil Oberrad, die sich im Verein zum Schutz der Frankfurter Grünen Soße zusammengeschlossen haben, wollen ihre regionale Spezialität aus sieben Kräutern gegen auswärtige Konkurrenz schützen lassen.

Produzenten außerhalb Frankfurts sollen nach dem Willen der Gärtner ihre Ware dann nicht mehr als „Frankfurter Grüne Soße“ verkaufen dürfen. In Frankfurt ist Grüne Soße in jedem Gemüseladen und auf jedem Wochenmarkt zu finden: Sieben Kräuter - Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Kresse, Pimpernelle, Borretsch und Sauerampfer - eingewickelt in weißes Papier mit grüner Aufschrift.

Nur in Frankfurt und höchstens im Umkreis von 50 Kilometern gebe es das „echte“ Produkt in der richtigen Zusammensetzung und wirklich frisch, meinen die Kräuteranbauer. Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) sagte ihnen Unterstützung zu. Grüne Soße gehöre zu Frankfurt wie Goethe, die Paulskirche oder Handkäs', sagte Roth laut Mitteilung der Stadt.

Die Kräuter, die angeblich auch Goethe schon zu seinen Lieblingsgerichten zählte, werden klein gehackt und unterschiedlich zubereitet. Ob sie mit Joghurt, Sahne, Essig, Öl, Schmand oder Mayonnaise vermischt werden, ist jedem selbst überlassen. Unzählige Variationen sind bekannt.

Die Soße wird gekühlt zu gekochten Eiern und Salzkartoffeln gereicht oder zu feinem Tafelspitz, traditionell kommt sie Gründonnerstag auf den Tisch.

Quelle: op-online.de

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