Gute Aussichten für Jugendliche in der Region

Frankfurt/Offenbach ‐ Damit Lehrstellen nicht zu Leerstellen werden, rufen die Industrie- und Handelskammern (IHK) bundesweit zum Endspurt bei der Ausbildungsplatzsuche auf. Von Marc Kuhn

In den letzten Wochen vor dem Schuljahresende soll im Rahmen der IHK-Aktion „Tag der Ausbildungschance“ auf die große Zahl offener Ausbildungsplätze aufmerksam gemacht werden. „Die Not der Betriebe, Stellen zu besetzen, hat zugenommen“, sagte Friedrich Rixecker, bei der IHK Offenbach für die Ausbildung zuständig, unserer Zeitung. Aus Sicht der IHK Frankfurt brechen für Schulabgänger aus Frankfurt und Umgebung gute Zeiten an. Denn aus einer Vielzahl freier Ausbildungsplätze können die Jugendlichen ihren Beruf wählen. „Die Bewerber haben die Qual der Wahl - vorausgesetzt ihre Leistungen stimmen“, erklärte Brigitte Scheuerle, Geschäftsführerin bei der IHK Frankfurt. Indikator für diese aus Bewerbersicht komfortable Situation auf dem Ausbildungsmarkt sei das Rekordhoch in der Internet-Börse der IHK Frankfurt, in der Unternehmen aktuell 499 offene Angebote inseriert haben. Bei der Agentur für Arbeit sind derzeit noch mehr als 3 000 gemeldete Ausbildungsstellen unbesetzt. Weniger komfortabel gestaltet sich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt jedoch für Unternehmen. „Unsere Mitglieds-Unternehmen suchen händeringend nach geeigneten Bewerbern“, berichtete Scheuerle. In einigen Branchen sei der Fachkräftemangel schon greifbar. Nach einer IHK-Umfrage musste bereits jedes vierte hessische Unternehmen im vergangenen Jahr Stellen unbesetzt lassen. Im Bundesdurchschnitt blieben die Ausbildungsplätze bei jedem fünften Unternehmen unbesetzt.

Zahl der Ausbildungsplätze um 5,5 Prozent gestiegen

Die Zahl der Ausbildungsplätze sei in Stadt und Kreis um 5,5 Prozent gestiegen, sagte Rixecker. Allerdings gebe es auch 14 Prozent mehr Bewerber. Zurzeit seien bei der Agentur für Arbeit Offenbach noch 478 Lehrstellen unbesetzt. Bei der IHK seien etwa 1 000 offene Ausbildungsplätze gemeldet. Derzeit bemühe sich die Kammer verstärkt um die Vermittlung der Jugendlichen, erklärte Rixecker.

Einen Termin könnten die Jugendlichen per Telefon oder E-Mail vereinbaren: unter der Hotline 01801/555-111 (Festnetz 3,9 Cent pro Minute, Mobilfunkpreise höchstens 42 Cent pro Minute) oder unter offenbach.151-u25@arbeitsagentur.de.

Wer im nächsten Jahr nach der Schule eine Ausbildung beginnen will, sollte sich schon jetzt um einen Ausbildungsplatz bewerben, erläuterte die Agentur für Arbeit Offenbach. Zudem könnten Jugendliche einen Termin bei der Berufsberatung vereinbaren. Betriebe suchten in vielen Bereichen bereits nach Bewerbern, die sie ab Herbst 2011 ausbilden wollen. Vor allem für kaufmännische Berufe würden die Auswahlverfahren in Unternehmen bis Herbst 2010 abgeschlossen. „Das heißt: Wer die wirklich große Auswahl haben will, sollte nicht länger warten, sondern umgehend ein Beratungsgespräch mit der Berufsberatung führen und die breite Auswahl aller Ausbildungsangebote nutzen.“

Quelle: op-online.de

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