Kommentar: Gute Tradition

+
Petra Wettlaufer-Pohl

Ein Nachmittag schulfrei für den Konfirmanden- oder Firmunterricht, das klingt nach einer Sonderrolle für die Kirchen. Von Petra Wettlaufer-Pohl

Aber warum eigentlich nicht? Es ist in einer schnelllebigen Zeit durchaus erfreulich, wenn Kinder und Jugendliche sich entschließen, sich ein Jahr lang auf Konfirmation oder Firmung vorzubereiten. Dies landesweit am selben Tag zu tun, ist eine gute Tradition, die viele Jahre funktioniert hat.

Deshalb ist nicht recht einzusehen, warum die Kultusministerin das ändern will. Den Schulen nicht mehr alles vorzuschreiben, ist ein löblicher Ansatz - doch was funktioniert, muss deshalb nicht zur Disposition gestellt werden. Man weckt höchstens Begehrlichkeiten, die den Mehraufwand an Absprachen für alle Beteiligten nur noch erhöhen.

Die Tatsache, dass es trotz neuer Richtlinie fast überall beim Dienstag bleibt, zeigt, wie pragmatisch man im Lande mit der Frage umgeht. Gut so. Und wer mit der Kirche nichts am Hut hat, kann den freien Nachmittag auch anders nutzen. Auch das dürfte in der Vergangenheit geklappt haben.

Quelle: op-online.de

Kommentare