Gewaltexzess gegen Ex-Freundin: Siebeneinhalb Jahre Haft

Frankfurt - Fünfmal hat ein 39-Jähriger in seiner Wohnung in Frankfurt-Sachsenhausen seine ehemalige Geliebte vergewaltigt und schwer misshandelt.

Dafür verurteilte ihn am Montag das Landgericht Frankfurt zu einer Haftstrafe von siebeneinhalb Jahren mit anschließender Sicherungsverwahrung. Nach dem Gewaltexzess im Februar vergangenen Jahres konnte sich das Opfer, das der Angeklagte eingesperrt hatte, erst einen Tag später mit aufgequollenem Gesicht auf eine Polizeiwache retten.

Der Mann hatte seine Ex-Freundin in die Wohnung gelockt mit dem Versprechen, er wolle ihr Geld geben. In der Urteilsbegründung verwies die Gerichtsvorsitzende auch auf den Alkoholkonsum des Angeklagten. Anfangs habe der 39-Jährige die Beziehung zu der ebenfalls alkoholgefährdeten Frau zunächst noch als „engelsgleich“ und „himmlische Vorsehung“ bezeichnet.

Dann sei jedoch die extreme Eifersucht mit bis zu 100 Kontrollanrufen pro Tag in den Vordergrund getreten. Wegen einschlägiger Vorbelastungen beim Angeklagten gingen die Richter von einer Allgemeingefährlichkeit aus. Dies rechtfertige die Sicherungsverwahrung.

dpa

Quelle: op-online.de

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