Haft statt Kredit: Identitätsbetrüger festgenommen

Darmstadt (dr) - Betrüger haben unter falscher Identität zwei Kredite in Höhe von 30.000 Euro und 20.000 Euro bei einer Darmstädter Bank beantragt. Anstelle des erhofften Kredits klickten die Handschellen. 

Bei der Beantragung zweier Kredite wurde die Filialleisterin einer Darmstädter Bank mißtrauisch und ließ die Personalien der Betrüger von der Polizei überprüfen. Die Bedenken der Bankmitarbeiterin wurden bestätigt: Sechs Männer und Frauen im Alter von 19 bis 45 Jahren hatten laut Polizeimeldung für ihre Kreditanfrage gefälschte Ausweise vorgelegt. Zudem hat der Vermittler der Betrügergruppe zahlreiche Gehaltsnachweise gefälscht. Anstelle des erhofften Kredits klickten die Handschellen.

Anzeige statt Kreditauszahlung

Der vermeintlich 41-jährige Vermittler der Gruppe aus dem Sauerland konnte anhand seiner Fingerabdrücke identifiziert werden. In Wirklichkeit war er ein, mit drei Haftbefehlen gesuchter, 45-jähriger Mannheimer. Ebenso wurde die wahre Identität des zweiten Antragsstellers ermittelt: Der 44-jährige Betrüger war in Wirklichkeit ein 42-jähriger Mann, ebenfalls aus Mannheim. Mit gefälschten Papieren und Gehaltsnachweisen versuchte er gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin einen Kredit in Höhe von 30.000 Euro zu ergaunern. Auch der Versuch einer 31-jährige Frau aus Mannheim führte nicht zum Erfolg. Zwar stellten sich ihre Ausweise als echt heraus, dafür waren die Gehaltsnachweise gefälscht. Anstelle der erhofften 20.000 Euro erhielt auch sie eine Anzeige.

Vermittler der Betrügergruppe muss mehrere Jahre ins Gefängnis

Die Polizei nahm alle Personen fest. Die Betrüger waren bereits wegen ähnlicher Delikte registriert. Nach einer richterlichen Vorführung sind fünf der Tatverdächtigen gegen Auflagen wieder auf freien Fuß und müssen sich unter anderem wegen Urkundenfälschung und versuchtem Betrug strafrechtlich verantworten. Der 45-jährige Vermittler hat noch eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren abzusitzen. Eine Verlängerung ist Anugrund des aktuellen Strafverfahrens anzunehmen. Solange verbleibt er in der Justizvollzugsanstalt.

Quelle: op-online.de

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