Streit eskaliert

Haft für tödlichen Stoß

Frankfurt - Zwei Verkehrsteilnehmer geraten in Streit. Der jüngere Kontrahent versetzt seinem alten, hilflosen Widersacher einen Stoß. Drei Wochen später stirbt der Senior an den Folgen des Sturzes - der rabiate Rowdy muss nun in den Knast.

Weil er im Streit über seinen Fahrstil einen Fußgänger zu Boden gestoßen hat und dieser daraufhin starb, muss ein 53-Jähriger ins Gefängnis. Das Landgericht Frankfurt verurteilte den Angeklagten wegen Körperverletzung mit Todesfolge am Freitag zu zwei Jahren Haft. Der Mann war im März 2009 mit dem 80 Jahre alten gebrechlichen Fußgänger in Streit geraten und hatte ihn dabei mit beiden Händen einen Stoß versetzt. Der alte Mann ging dadurch zu Boden, brach sich den Oberschenkelhals und starb drei Wochen später in einem Krankenhaus.

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Der Autofahrer hat dem Urteil zufolge den Tod des Opfers mit dem vorsätzlichen Stoß fahrlässig verursacht. Strafmildernd wurde die Reue des Mannes berücksichtigt. Der Kfz-Händler hatte bereits wegen Betrügereien längere Zeit in Haft zugebracht, die nun im Rahmen einer Gesamtstrafe angerechnet wurde, so dass er voraussichtlich nur noch drei Monate ins Gefängnis muss.

(dpa)

Quelle: op-online.de

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