Halloween – Die Nacht der Geister, Hexen und Dämonen

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Die Kürbis-Laternen in den Vorgärten deuten es an: Bald ist wieder Halloween.

Leuchtende Kürbis-Fratzen werfen gruselige Schatten, als Hexen und Monster verkleidete Kinder ziehen durch die Straßen – es ist Halloween. Wo dieses Fest seine Ursprünge hat und wie der Kürbis zur Laterne wurde, erfahren Sie hier.

Die Wurzeln von Halloween

Halloween wird am Abend vor Allerheiligen, am 31. Oktober, gefeiert. Daher kommt auch der Name: Auf Englisch heißt Allerheiligen „All Saints“ oder auch „All Hallows“. Aus „All Hallows Eve” (auf Deutsch: „alle Heiligen“ und „Vorabend“) wurde im Laufe der Zeit Halloween.

Die Wurzeln von Halloween gehen wahrscheinlich auf einen uralten keltischen Brauch zurück. Das keltische Kalenderjahr endete im 9. Jahrhundert v.Chr. am 31. Oktober. Mit den langen, dunklen Monaten begann das neue Jahr. Die Kelten glaubten, in dieser Nacht würden die Seelen der Toten auf die Erde zurückkehren, um sich neue Körper zu suchen. Also verkleideten sich die Menschen, um von den Toten nicht erkannt zu werden. In ihren Kostümen zogen sie lärmend und schreiend durch die Straßen und entzündeten überall Feuer, um die Geister abzuschrecken.

Fast 2.000 Jahre vergingen, bis britische und irische Einwanderer Halloween in den USA etablierten. Zu dem heutigen Spektakel, wurde Halloween erst mit Beginn der 1950er Jahre. Inzwischen ist es das zweitgrößte Fest in den USA und auch in Deutschland wird es immer beliebter.

Kinder lieben Halloween

Den größten Spaß haben dabei zweifellos die Kinder. Sie verkleiden sich möglichst gruselig. Zombie-, Piraten- und Hexenkostüme sind bei ihnen sehr beliebt. Wer noch eine Idee für die richtige Verkleidung sucht, findet im Horror-Shop furchteinflößende Halloween-Kostüme.

So verkleidet, ziehen die Kinder durch die Straßen und klingeln an den Türen: Sie rufen „Süßes oder Saures“, sobald jemand die Tür öffnet. Besänftigt werden die kleinen Dämonen am besten mit einem Schokoriegel oder ein paar Gummibärchen. Wer diese süßen Gaben nicht zahlt, muss damit rechnen, dass ihm ein Streich gespielt wird. Zahnpasta auf der Türklinke oder Kaugummi im Briefkasten sind noch die harmloseren Varianten.

Ausgehöhlte Kürbisse an Halloween

Zu einem echten Halloween gehört zwingend ein ausgehöhlter Kürbis, eine so genannte Jack O’Lantern. Das Fruchtfleisch wird zu Suppe oder Püree verarbeitet. In die Hülle kann mit einem einfachen Küchenmesser eine garstige Fratze geschnitzt werden. Mit einem Teelicht oder einer Kerze wird der Kürbis zur Laterne.

Der Ursprung dieses Brauches geht angeblich auf den irischen Trunkenbold namens Jack Oldfield zurück, der den Teufel gleich zwei Mal hereingelegt hat. Der Teufel versprach, Jacks Seele nicht zu holen und gab ihm nach seinem Tod eine glühende Kohle aus dem Höllenfeuer mit auf den Weg. Diese steckte Jack in eine hohle Rübe und wandert seitdem ruhelos an Halloween durch die Nacht.

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