Haltungsverbot für Affen, Giraffen, Tiger und Co.

Wiesbaden (dpa) ‐ Affen, Giraffen, Tiger und Co. haben nach Ansicht der hessischen Tierschutzbeauftragten Madeleine Martin im Zirkus nichts zu suchen. Sie forderte am Freitag in Wiesbaden ein entsprechendes Verbot.

„Man muss sich vor Augen halten, dass diese Tiere sehr komplexe, intelligente Lebewesen sind, die unter der nicht artgemäßen Lebensweise erheblich leiden“, erklärte die Tierärztin. Manche von ihnen, wie zum Beispiel Bären, hätten in freier Wildbahn riesige Reviere. Wenn Tiere wie auch Elefanten, Nashörner und Nilpferde einen Großteil ihres Lebens in engen Transportwagen verbringen müssten, sei ihre Bewegungsfreiheit extrem eingeschränkt.

Anlass der Forderung ist der erste Weltzirkustag, den die Zirkus-Organisation „Fédération Mondiale du Cirque“ für Samstag ausgerufen hat. Schirmherrin der Organisation ist Prinzessin Stephanie von Monaco. Eine artgerechte Haltung von Wildtieren sei im Zirkus nicht nur bei Reisen, sondern auch am Spielort nicht möglich, betonte Martin. „Die Folgen für die Tiere sind schwerwiegend, Verhaltensstörungen keine Seltenheit.“ Das Argument, die Arbeit in der Manege verschaffe den Tieren ausreichend Abwechslung, ließ sie nicht gelten. Dafür gebe es keine Belege.

Zwischenfälle mit ausgebrochenen Zirkustieren zeigten zudem, dass die öffentliche Sicherheit immer wieder gefährdet werde. Jeder Halter eines Pit-Bulls müsse hohe Sicherheitsauflagen einhalten, Zirkusse hielten nicht einmal die Sicherheitsstandards von Zoos ein, obwohl sie meist mitten in Städten stünden. Vor einem Jahr hatten zwei ausgebrochene Zirkusbären in Kassel für gefährliche Situationen gesorgt.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Dirk Röttgen / Pixelio

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