Handwerk in Rhein-Main optimistisch

Frankfurt - Das Handwerk im Rhein-Main-Gebiet zeigt sich auch im dritten Quartal 2011 weitgehend zuversichtlich. Von Marc Kuhn

Die Zahl der Betriebe, die ihre allgemeine Geschäftslage mit „gut“ bezeichnen, legt noch einmal zu: 43,5 Prozent der Unternehmen äußerten bei einer Konjunktur-Umfrage diese Einschätzung, vor drei Monaten waren es 40 Prozent, wie die Handwerkskammer Rhein-Main gestern berichtete. Allerdings habe sich auch der Anteil an Handwerkern erhöht, die eine „schlechte“ Geschäftslage feststellten, von 13,8 auf 16 Prozent. Die übrigen 40,5 Prozent hätten angegeben, dass ihre Geschäftslage befriedigend sei - Vorquartal 46,3 Prozent.

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute gehen in ihrem Herbstgutachten von einem baldigen Ende des Aufschwungs aus. „Das regionale Handwerk bleibt trotzdem auf Kurs“, erklärte Handwerkspräsident Bernd Ehinger. „Wir sind Partner der Gesellschaft in allen Zukunftsfragen, insbesondere in den Bereichen E-Mobilität, Energie und barrierefreies Wohnen.“ Insbesondere der gesamte Baubereich und die gewerblichen Zulieferer entwickeln sich laut Umfrage gut.

Die Ergebnisse zur aktuellen Lage für Umsatz, Aufträge, Investitionen und Beschäftigung fallen den Angaben zufolge „immer noch sehr gut aus, obwohl die Rekordwerte des Vorquartals nicht mehr erreicht werden“. Mehr als 76 Prozent der Betriebe wollten die Zahl der Mitarbeiter konstant halten, über 13 Prozent planten Einstellungen. Das Preisniveau ist zudem weiterhin eine Belastung für die Betriebe, wie die Handwerkskammer berichtete. Die Einkaufspreise seien bei zwei von fünf Handwerkern gestiegen. Die Kammer machte für diese Entwicklung vor allem steigende Preise für Mineralölprodukte verantwortlich.

Quelle: op-online.de

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