Handwerker optimistisch

Frankfurt - Trotz Gegenwinds aus der Wirtschaft blicken die Handwerksbetriebe im Rhein-Main-Gebiet zuversichtlich in die Zukunft.

Zum Herbst bleiben die Einschätzungen zu Auslastung, Umsatz, Auftragseingang, Investitionen und Beschäftigung „auf gutem Niveau“, wie die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main mit Blick auf eine Konjunkturumfrage gestern mitteilte. Die Betriebe würden positiv auf das Jahresende blicken. „Natürlich spüren Unternehmer einzelner Gewerken, dass gesamtwirtschaftlich größere Herausforderungen an sie gestellt werden“, erklärte Handwerkskammerpräsident Bernd Ehinger. „Dass das Handwerk aber überall gebraucht wird, zeigen vor allem Aufträge und Anfragen unserer Kunden - der Markt braucht das Handwerk. “.

Mehr als 80 Prozent der Unternehmer würden ihre aktuelle Geschäftslage mindestens als positiv bis befriedigend bewerten, erklärte die Kammer. Mehr als 40 Prozent der Betriebe würden sie als gut bezeichnen. Über 43 Prozent hätten angegeben, die Lage sei befriedigend. Im Vergleich mit dem Vorjahresquartal zeigten sich bessere Ergebnisse: Vor einem Jahr sei die Geschäftslage von 35 Prozent der Handwerkerschaft als „gut“ bewertet worden. Der Anteil mit schlechter Situation habe damals bei 17,2 Prozent gelegen - jetzt etwa 16 Prozent.

Im Bauhauptgewerbe berichteten 44,7 Prozent der Betriebe für das dritte Quartal über eine gute aktuelle Geschäftslage, 13,2 Prozent bezeichneten sie als schlecht, so die Kammer. Im Ausbaugewerbe hätte mehr als die Hälfte der Firmen über eine gute und 7,6 Prozent über eine schlechte Entwicklung berichtet. Beim Kfz-Handwerk stünden 20,9 Prozent mit guter Geschäftslage einem Anteil von 18,6 Prozent mit schlechter gegenüber. Im Lebensmittelhandwerk habe jeweils etwas mehr als ein Viertel der Betriebe von einer guten beziehungsweise einer schlechten Situation gesprochen. Und das Gesundheitshandwerk habe zu 42,4 Prozent eine gute und zu 15,2 Prozent eine schlechte Geschäftslage gemeldet.

Trotz der Entwicklung sagte Ehinger: „Wir fordern, dass gesellschaftspolitische Themen wie Weiterentwicklung und Ausbau der beruflichen Bildung, Ausbau der Breitbandnetze in den Regionen sowie steuerliche Anreize für die energetische und generationenübergreifende Sanierung von Gebäuden weiterverfolgt werden.“ Sonst könne es „keine zukunftsorientierte Weiterentwicklung in den Regionen geben“. - ku

Quelle: op-online.de

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