Eiszapfen: Das sollten Sie wissen

Eisige Gefahr von oben

Frankfurt - Die eisigen Zapfen an Regenrinnen und Dächern sind zwar schön anzusehen, können aber schnell zur Gefahr werden. Wenn sie herunter fallen, werden sie zum Geschoß und können Autos beschädigen und Fußgänger verletzen - so schützen sie sich vor rechtlichen Konsequenzen. 

Noch herrschen frostige Temperaturen. Sobald es aber tagsüber wieder etwas wärmer wird, wachsen an vielen Dachrinnen Eiszapfen. Dann kann es auf Gehwegen richtig gefährlich werden. Wenn die Eiszapfen sich bei einsetzendem Tauwetter lösen und herunter fallen können Fußgänger verletzt und Autos beschädigt werden.  Darauf weist jetzt die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Hessen e.V. in Frankfurt mit ihrem Landesvorsitzenden Günther Belz hin: „Wer an seinem Haus Eiszapfenbildung feststellt, sollte unverzüglich Warnhinweise aufstellen oder den gefährdeten Bereich absperren.

Schutzmaßnahmen belegen

Die vorgenommenen Schutzmaßnahmen sollten durch Zeugen belegt oder durch entsprechende Fotos dokumentiert werden. Wer keinerlei Vorkehrungen getroffen hat, muss im schlimmsten Fall sogar damit rechnen, dass seine eigene Hauseigentümer-Haftpflichtversicherung, die eingetretene Schäden zunächst reguliert hat, ihn wegen Obliegenheitsverletzung in Regress nimmt und er letztlich doch für alles selbst aufkommen muss.“ 

Eiszapfen werden zu Geschossen

Diese Gefahr im Winter sei nicht zu unterschätzen, so Belz.  Denn so ein spitzer Zapfen könne Schäden anrichten - ähnlich wie beim Einschlag eines Geschosses. Dann stelle sich sofort die Frage nach der Verantwortlichkeit. Üblicherweise werde der Hauseigentümer von Geschädigten in die Pflicht genommen. Der sei aber nicht immer der Schuldige, wie oft vermutet werde.

Hauseigentümer nicht immer schuldig

Wenn Schneefanggitter gegen Dachlawinen am Haus angebracht wurden, aber kein Schutz gegen Eisschlag, kann dem Eigentümer vor Gericht nachgewiesen werden, dass er Vorkehrungen getroffen hat und im besten Fall muss dieser nicht für den Schaden aufkommen.

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pöp

Quelle: op-online.de

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