Haushalt unter der Lupe: Gute Note nur für Hainburg

Offenbach  ‐ Enttäuschende Noten für die Kommunen im Kreis Offenbach gibt es bei der Untersuchung der Haushaltsdaten durch den Steuerzahlerbund Hessen: Von den 13 Städten und Gemeinden schneidet lediglich Hainburg gut ab. Schlusslicht ist Dietzenbach. Von Peter Schulte-Holtey

Ulrich Fried, Vorsitzender des hessischen Steuerzahlerbundes: „Wir haben einzelne Kennziffern zu Haushaltsdefiziten, Schulden, Personalausgaben, Zinsausgaben, Abschreibungen und Steuereinnahmen gewichtet und mit Schulnoten bewertet, so dass jeder erkennen kann, wie es finanziell um seine Gemeinde steht.“ Die beste Note (2,4) erhielt Hainburg. „Zwar konnte auch diese Gemeinde den an sich obligatorischen Haushaltsausgleich in den letzten beiden Jahren nicht mehr erreichen, trotzdem hielt sich die Verschuldung noch in Grenzen“, hieß es. Dass die Gemeindevertretung mit den beschlossenen geringen Hebesätzen die Grundlage für künftige Gewerbeansiedlungen gefestigt hat, wertet der Steuerzahlerbund als sinnvolle Zukunftspolitik.

Dietzenbach ist Schlusslicht

Den schlechtesten Rang belegt demnach mit der Note 4,8 die Stadt Dietzenbach. Erschreckend sei, „dass hier nicht nur der Haushaltsausgleich in den betrachteten beiden Jahren nicht erreicht werden konnte, sondern dass auch die Verschuldung und die Zinsbelastung sehr hoch sind“. Aber auch Dreieich (4,7), Egelsbach (4,3) und Langen (4,1) würden nicht den Ansprüchen für eine solide Finanzwirtschaft genügen. Neu-Isenburg (3,3), Mainhausen (3,4), Rödermark (3,4) und Obertshausen (3,6), die im Mittelfeld liegen, hätten durch eine konsequente Konsolidierungspolitik alle Chancen, in absehbarer Zeit wieder auf finanziell sichereren Füßen zu stehen.

Quelle: op-online.de

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