Haxen-Schlacht am Main

+
Sie bringen die Legende, das Münchner Oktoberfest, in die Handkäs‘-Metropole Frankfurt: der Frankfurter Gastronom Eddy Hausmann (links) und sein Geschäftspartner Kai Mann - hier im Festzelt bei den Aufbauarbeiten.

Frankfurt - O’zapft is’ – noch nicht. Bis das alkoholische Nass von den Hähnen in die Krüge und von dort in die Frankfurter Kehlen fließt, dauert es noch einige Tage. Denn erst am 23. September wird es eröffnet, das Frankfurter Oktoberfest. Von Jens Dörr

Bis einschließlich 4. Oktober wird es dann zünftig im Festzelt am Honsell-Dreieck, Hanauer Landstraße 108, vis-à-vis des Ostbahnhofs. 2.500 Menschen finden hier Platz. „In unserem Biergarten geht es jetzt schon los“, sagt derweil Eddy Hausmann. Der Frankfurter Festgastronom ist mit dem Partner Kai Mann der Ausrichter der Haxen-Schlacht inmitten der Handkäs-Metropole. Wobei man Hausmann und Mann mit dem Vorwurf des bayrischen Imperialismus am Main unrecht täte – Rippchen mit Kraut und auch der Handkäs‘ stehen neben Haxe, Hendl und Weißwurst ebenfalls auf dem Speiseplan. Das „echte“ Oktoberfest an der Isar bis ins Detail nachzubilden, sei nicht der Ansatz der Ausrichter.

Das scheint anzukommen: Laut Mann wurde bereits eine fünfstellige Anzahl an Tickets verkauft. Allerdings sei noch eine Verdopplung der bisher abgesetzten Karten vonnöten, damit sich das Fest rechne.

30. 000 Tickets laute das Ziel. „Aufgrund der großen Zahl haben wir das Ticketing automatisiert“, so Mann. Man stelle jedoch fest, dass nicht nur ältere Interessenten die Karten nicht unbedingt über das Internet bestellen wollten. Deshalb ist vor dem Zelt ein Container geöffnet, an dem man die Tickets auch auf altmodische Weise kaufen kann. „Die Frankfurter müssen sich allerdings erst noch dran gewöhnen, dass sie in einem Festzelt einen Tisch reservieren und Karten am besten im Vorverkauf holen müssen“, hat Mann festgestellt. Deshalb rechnen er wie Eddy Hausmann mit einem guten Verkauf auch noch an der Abendkasse.

Weitere Informationen zum Oktoberfest auf der Inrternetseite des Frankfurter Oktoberfest 2009.

Zwischen zehn und 35 Euro kostet der Eintritt, je nach Programm. Darin sind fünf bis 15 Euro Verzehrguthaben enthalten – bei einem Preis für die Maß von 7,80 Euro ist das indes schnell aufgebraucht. Bei der Auswahl des Biers blieb man lokalpatriotisch: Die Frankfurter Brauerei Binding erhielt den Zuschlag. Zum Ein-Liter-Schoppen gibt es an jedem Abend Live-Unterhaltung: „Ulli und die Gaudibuam“ versprechen wie die meisten der Gruppen Festzelt-Stimmung pur.

Die Leute sollen auf den Bänken tanzen – auf den Tischen ist das allerdings verboten“, lacht Gastronom Hausmann. Doch nicht nur Volks- und Blasmusik in allen Variationen findet Einzug ins Zelt, an dem 500 Parkplätze zur Verfügung stehen. Stars der Neuen Deutschen Welle treiben etwa am 2. Oktober die Schweißperlen auf die Stirn: Geier Sturzflug, UKW Antonia und Van Baker & Band werden mehr als nur für einen „Skandal im Sperrbezirk sorgen“.

Quelle: op-online.de

Kommentare