Versuchter Mord?

Schwere Vorwürfe gegen Hebamme auch in Bad Soden

München/Bad Soden - Eine Hebamme in München soll versucht haben, vier werdende Mütter mit falschen Medikamenten zu töten. Nun kommt heraus: Die Frau war auch schon in einer Klinik in Bad Soden beschäftigt, wo sie wegen ähnlicher Vorwürfe entlassen wurde.

Die wegen versuchten Mordes an vier werdenden Müttern in München festgenommene Hebamme hat auch in einem hessischen Krankenhaus in Bad Soden einer Frau ein falsches Medikament verabreicht. Dabei habe es sich um ein wehenförderndes Präparat in einer hohen Dosierung gehandelt, sagte Geschäftsführer Tobias Kaltenbach am Dienstag. Die Schwangere und ihr Kind hätten keinen Schaden erlitten, das Baby kam per Kaiserschnitt zur Welt.

Als der Vorfall entdeckt wurde, sei die 33-Jährige sofort freigestellt worden. Ein Rechtsstreit habe mit einem Vergleich geendet, erklärte der Geschäftsführer. Der Chefarzt der gynäkologischen Klinik habe die Hebammenaufsicht über die Vorkommnisse informiert. Als dieser erfahren habe, dass die Frau am Münchner Universitätsklinikum Großhadern eine Stelle fand, habe er an seinen Chefarztkollegen geschrieben: "Ich habe die Befürchtung, dass sich Frau K. wieder in unerlaubter und gefährlicher Weise in die geburtshilfliche Betreuung Ihrer Patientinnen involviert."

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Die Hebamme soll am Münchner Universitätsklinikum Großhadern vier Frauen bei Kaiserschnitt-Geburten das blutverdünnende Mittel Heparin in die Infusion gemischt haben. Sie konnten nur mit notfallmedizinischen Maßnahmen gerettet werden. Die Hebamme wurde am 18. Juli festgenommen. Sie wies die Vorwürfe zuerst zurück und machte dann keine Aussage mehr.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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