Messe in Frankfurt

„Heimtextil“: Trendmotor und Erlebnispark

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Die neuesten Trends in Sachen textiles Wohn-Design zeigt die Messe Heimtextil in Frankfurt noch bis 17. Januar.

Frankfurt - Die Messesaison 2015 in Frankfurt ist gestartet. Heute hat die „Heimtextil“ ihre Pforten geöffnet. Bis zum Samstag präsentieren 2 759 Aussteller aus 68 Ländern bei der weltweiten Leitmesse für Wohn- und Objekttextilien ihre Produkte, Neuheiten und Trends. Von Sonja Thelen 

 Zum fünften Mal in Folge verzeichnet die Heimtextil ein Ausstellerplus. Messe-Geschäftsführer Detlef Braun nutzte die Auftakt-Pressekonferenz, um für die Unternehmensgruppe Messe Frankfurt auf ein „erfolgreiches Jahr 2014“ zurückzublicken. Der Umsatz ist 2014 auf 550 Millionen Euro gewachsen.

Weltweit wurden 120 Messen und Ausstellungen mit 84 900 Ausstellern und mehr als drei Millionen Besuchern ausgerichtet. International habe sich die Messe Frankfurt als Weltmarktführer in den Bereichen „Textil- und Bekleidungsindustrie“ etabliert, sagte Braun. Im Kommen seien der Mittlere Osten mit Dubai und vor allem Indien.

„Heimtextil“: Die Trends für 2015

Indien ist denn auch bei der „Heimtextil 2015“ mit 390 Teilnehmern das größte Ausstellerland, noch vor Deutschland (342). Der deutsche Heim- und Haustextilhandel sei mit dem vergangenen Jahr zufrieden, berichtete Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies der Messe Frankfurt. Für 2015 zeige sich der Handel „gedämpft optimistisch“, setze dabei auf bessere konjunkturelle Rahmenbedingungen, und dass sich Trend zur Rückbesinnung aufs eigene Heim fortsetze, was sich auch beim Verkauf von Heimtextilien niederschlage. Die Hallen seien stark ausgelastet und zum Teil komplett ausgebucht. In Halle 3.0 feiere die neue „Initiative Textile Räume“ ihre Premiere.

Überhaupt versteht sich die „Heimtextil“ als Trendmotor für die internationale Textilbranche und hat den „Theme Park“ in Halle 4.0 neu konzipiert. Diese Trendinszenierung „stellt das Erlebnis in den Vordergrund“, betonte Schmidt: visionären und innovativen Zukunftsthemen, Farb- oder Wohntextiltrends offeriert die Messe hier eine optische, emotionale und haptische Plattform – ergänzt durch Filme, Vorträge und Führungen. In diesem Jahr steht vor allem das boomende Segment Digitaldruck im Fokus. Der Digitaldruck spielt auch bei einem anderen stark nachgefragten Thema eine große Rolle: nämlich Nachhaltigkeit. Der hat die Heimtextil mit dem „Green Village“ eine eigene Anlaufstelle eingerichtet.

Zum Auftakt übte der Geschäftsführer des Gesamtverbandes „textil + mode“, Uwe Mazura, Kritik an den in Deutschland zu hohen Stromkosten. Zudem bezeichnete er das Freihandelsabkommen TTIP „für uns als einen absoluten Gewinn“.

dpa

Quelle: op-online.de

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