„Heizölpreise bleiben stabil“

Frankfurt - Die Nutzer von Ölheizungen können dem Winter entspannt entgegen sehen: Der Verband für Energiehandel Südwest-Mitte (VEH) rechnet mit stabilen Preisen. Von Marc Kuhn 

Öl sei zurzeit deutlich günstiger als in den vergangenen zwei Jahren, sagte der Geschäftsführer der Organisation, Hans-Jürgen Funke, gestern in Frankfurt. Seit Jahresbeginn bewege sich der Preis in einer Spanne zwischen 79 bis 83 Euro für 100 Liter bei einer Abnahme von 3000 Litern. Momentan liege der Preis zwischen 81 und 83 Euro. Er würde sich im Winter nicht stark verändern, erklärte Funke. Für die Entwicklung der Kosten ist nach seinen Worten nicht so sehr das Wetter, sondern der Weltmarkt entscheidend. Der Rohölpreis ist gefallen. „Die Angebotsseite hat sich entspannt“, sagte Funke zur Begründung. In den nächsten Jahren sei mit einer weiteren Erholung auf dem Ölmarkt zu rechnen. Der Verband vertritt etwa 530 Firmen aus dem Brennstoff- und Mineralölhandel in Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen.

Nach Ansicht des Verbands sollten Hausbesitzer frei über ihre Heizmethode entscheiden können. Die Energiehändler kritisierten, dass in 40 hessischen Kommunen derzeit 83 Verbrennungsverbote und Anschlusszwänge meist an regionale Fernwärmenetze existierten. Zu ihnen zählen Hanau, Dietzenbach, Frankfurt und Darmstadt. Dabei gehe es den Kommunen vorrangig nicht um den Schutz des Klimas, sondern um den Schutz ihrer Energieversorger, erklärte Verbandsgeschäftsführer Jörg Lenk. Er sprach von wettbewerbsbeschränkenden Verboten.

Funke kritisierte zudem, dass es in Hessen rund 200.000 veraltete Ölheizkessel gebe. Sie hätten teils einen bis zu 40 Prozent höheren Verbrauch als moderne Brennwerttechnik. Das Auswechseln der alten Heizungsanlagen rechnet sich nach Verbandsangaben im Durchschnitt nach gut sieben Jahren.

Quelle: op-online.de

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