Baubeginn im Januar

Der Henninger-Turm fällt

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Der Henninger-Turm wird bald einem Wohnturm weichen. Auf dem Gelände davor und daneben entsteht ein neues Quartier.

Frankfurt (isi) - Auf dem Brauerei-Areal in Sachsenhausen darf gebaut werden. Der Henninger-Turm wird bald einem Wohnturm weichen. Im Januar geht es los.

Das Mannheimer Immobilienunternehmen Actris, dem das rund neun Hektar große Gelände gehört, will dort ein Quartier mit rund 800 Miets- und Eigentumswohnungen, Einzelhandels- und Büroflächen sowie einer Kindertagesstätte errichten. Bis zu 2000 Menschen sollen dort einmal leben. Das Baurecht für das Gelände ist mittlerweile erteilt. Wie die Stadt Frankfurt mitteilte, ist der Bebauungsplan „Rund um den Henninger Turm“ am Dienstag in Kraft getreten. „Damit steht dem Bau von bis zu 800 neuen Wohnungen auf dem Areal der ehemaligen Henninger-Brauerei nichts mehr im Weg“, sagte Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne).

Das Neubauprojekt startet allerdings erst einmal mit einem aufsehenerregenden Abriss. Im Januar soll mit dem Rückbau des markanten Henninger-Turms begonnen werden. Das frühere Getreidesilo, eines der Wahrzeichen der Stadt Frankfurt, weicht einem Wohnturm, der allerdings die vertraute Silhouette des Gebäudes beibehalten wird. 130 Wohnungen sollen in dem Turm Platz finden, der nach einem bei einem Architektenwettbewerb im März gekürten Entwurf des Büros „Meixner Schlüter Wendt Architekten“ gebaut wird.

Verbleib der Radeberger Gruppe gesichert

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Wie die übrige Wohnbebauung aussehen soll, entscheidet sich in diesen Tagen. Am 30. November entscheide ein Preisgericht über den architektonischen Entwurf für das neue Stadtquartier, heißt es seitens des Immobilienentwicklers, hinter dem mit Daniel Hopp ein Sohn des SAP-Gründers Dietmar Hopp steht. Dem Vernehmen nach will die Familie Hopp in den nächsten Jahren 300 Millionen Euro in die Entwicklung des Henninger-Areals stecken.

Wie die Stadt Frankfurt weiter mitteilte, ist mit dem nun gültigen Bebauungsplan auch der Verbleib und Betrieb der zur Radeberger Gruppe gehörenden Binding-Brauerei gesichert. Das Unternehmen könne nun an seinem Sachsenhäuser Standort mit rund 500 Beschäftigten investieren.

Quelle: op-online.de

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