Henzler Tricks vorgeworfen

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Dorothea Henzler (FDP)

Wiesbaden (wet) - Die Grünen im hessischen Landtag werfen Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) vor, auf dem Weg zur versprochenen 105-prozentigen Lehrerzuweisung zu tricksen.

Als ein Beispiel nannte der schulpolitische Sprecher der Fraktion, Mathias Wagner, die Anrechnung von Referendarstunden in den Schulen.

Bislang würden für einen Referendar 6,4 Stunden Unterricht berechnet. Referendare geben zwar mehr Stunden, befinden sich aber noch in der Ausbildung. Künftig sollten acht Stunden angerechnet werden. Hochgerechnet auf 3700 Referendare, die bei der Unterrichtsabdeckung berücksichtigt würden, ergebe dies 5920 Stunden, die wiederum 200 Stellen entsprächen. Fazit Wagners: „Ohne einen einzigen Lehrer mehr, hat Henzler auf wundersame Weise 200 Stellen geschaffen.“Auch in anderen Bereichen gebe es solche Rechenkünste, insgesamt geht Wagner von 400 Stellen aus, die „schöngerechnet“ würden.

Henzlers wies die Kritik zurück

Das Land habe 2150 Lehrer zusätzlich in dieser Legislaturperiode eingestellt. Laut Wagner dienten deren Stellen jedoch nicht der Grundversorgung, die derzeit bei 100,25 Prozent liege. Sie würden gebraucht, um zusätzlichen Ganztagsunterricht, kleinere Klassen und die Selbstständige Schule zu verwirklichen. Das sei gut, auf 105 Prozent komme Henzler damit bis 2013 jedoch nicht, so die Grünen.

Quelle: op-online.de

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