Nach Absage des Vorverkaufs

Hersfelder Festspiele bekommen Rekordzuschuss aus Berlin

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Intendant Dieter Wedel (rechts) bei der Eröffnung der diesjährigen Bad Hersfelder Festspiele in Bad Hersfeld neben Hessens Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU).

Bad Hersfeld - Lichtblick im Streit um die Finanzierung der Bad Hersfelder Festspiele: Ein Rekordzuschuss aus Berlin scheint die kommende Saison zu sichern. Intendant Dieter Wedel hatte in der vergangenen Woche die Vorstellung der kommenden Spielzeit wegen Streits mit der Stadt abgesagt.

Die defizitären Bad Hersfelder Festspiele erhalten im kommenden Jahr einen Bundeszuschuss von 300.000 Euro. Das hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags heute in Berlin einstimmig beschlossen. „So viel Geld gab es noch nie", sagte der CDU-Abgeordnete für Hersfeld-Rotenburg und den Werra-Meißner-Kreis, Helmut Heiderich. Im laufenden Jahr erhielt das Theaterfest  175.000 Euro aus Berlin, im Jahr 2014 waren es 150.000 Euro.

Die Unterstützung ist nach Angaben von Ausschussmitglied Heiderich zugleich ein „Beitrag, die unsägliche Finanzdiskussion um die Festspiele zu beenden". Denn die wackelige Finanzierung der Festspiele hatte in der vergangenen Woche erneut für einen politischen Streit in der osthessischen Kleinstadt gesorgt.

Festspiele in Bad Hersfeld: Neue Bilder

Grund war ein Defizit von 175.000 Euro aus der diesjährigen Spielzeit. Die Hersfelder Stadtverordneten hatte daraufhin das Rechnungsprüfungsamt eingeschaltet und die neuen Ausgaben vorerst nicht genehmigt. Von der Haushaltssperre im Etat der Festspiele waren auch die Vorbereitungen für die kommende Saison betroffen. Intendant Dieter Wedel stoppte daraufhin umgehend alle laufenden Verhandlungen und sagte sowohl die offizielle Vorstellung des neuen Programms als auch den Vorverkaufsstart kurzfristig ab. Der Magistrat gab den fehlenden Betrag aus der vergangenen Saison daraufhin frei. (dpa/skk)

Quelle: op-online.de

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