"Wir ducken uns nicht weg"

Hessen zur Aufnahme von Castor-Behältern bereit

Wiesbaden/Berlin - Hessen ist zur Aufnahme von Castor-Behältern mit radioaktivem Atommüll bereit. „Wir ducken uns nicht weg“, erklärte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) heute in Wiesbaden.

Hessen stehe nach wie vor zu seiner Verantwortung. "Ich erwarte jetzt, dass auch alle anderen Länder ihrer Verpflichtung nachkommen." Der Vorschlag vom Bund sei überfällig gewesen. Jetzt müssten die Energiekonzerne das Konzept schnell prüfen. In Hessen sollen die Castoren in Biblis deponiert werden. Zuvor hatte in Berlin Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) angekündigt, dass 26 Behälter in den kommenden Jahren in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein eingelagert werden. Eine entsprechende Vereinbarung mit den Energiekonzernen wurde vorgestellt. Bei den Castoren handelt es sich um Atommüll aus deutschen Kernkraftwerken, den die Bundesrepublik nach der Wiederaufarbeitung aus Frankreich und Großbritannien zurücknehmen muss. Widerstand kommt aber aus den Bundesländern, die dem Anschein nach nicht in die Gespräche eingebunden waren. Bayern drohte dem Bund am Freitag mit einem Scheitern der Energiewende.

Atommüll soll auf vier Bundesländer verteilt werden

(dpa)

Quelle: op-online.de

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