Für Flüchtlinge und Familien

Eine Milliarde Euro für sozialen Wohnungsbau geplant

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Wiesbaden - Das Land Hessen will gerade auch angesichts der vielen Flüchtlinge mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen. Nicht nur für die Asylsuchenden - insbesondere in den Ballungsräumen soll Familien geholfen werden.

Die schwarz-grüne Koalition will mit Förder- und Anreizprogrammen mehr bezahlbare Wohnungen in Hessen schaffen. "Es ist unbestritten, dass es einen Mangel an Sozialwohnungen gibt", sagte die für den Wohnungsbau zuständige Ministerin Priska Hinz (Grüne) am Montag in Wiesbaden. Dabei gehe es nicht nur um Familien mit niedrigen, sondern in den Ballungsräumen auch um Familien mit mittleren Einkommen. Durch die hohe Zahl der Flüchtlinge werde die Situation weiter verschärft. Bis zum Ende der Wahlperiode soll durch das umfangreiche Maßnahmenpaket aus Landes- und Bundesmitteln insgesamt eine Milliarde Euro für den sozialen Wohnungsbau in Hessen zur Verfügung gestellt werden.

 Ziel sei, dass bis zum Jahr 2019 auf diesem Weg etwa 10.000 Wohnungen für 30.000 Menschen im Land gebaut werden, kündigte die Ministerin an. "Reine Flüchtlingswohnungen" solle es dabei aber nicht geben. Die Programme seien auch nicht extra für die Flüchtlinge aufgelegt worden. Neben dem Mangel an bezahlbaren Wohnungen seien fehlende Baugrundstücke und die niedrigen Marktzinsen ein Problem, sagte Hinz. Der niedrige Marktzins führe dazu, dass es weniger Anreiz für private Bauträger gebe, in den sozialen Wohnungsbau zu investieren. Da einige Belegungsbindungen von Sozialwohnungen ausliefen, könne sich die Zahl dieser Wohnungen insgesamt in Hessen verringern, teilte die Grünen-Politikerin weiter mit. Eine wichtige Aufgabe der Expertenrunde "Allianz für Wohnen" sei daher, den künftigen Bedarf an Sozialwohnungen auf dem Land und in den Ballungsräumen Hessens zu ermitteln.

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dpa

Quelle: op-online.de

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