Stille selbst an Flughafen und Börse

Hessen gedenkt Pariser Terroropfern mit Schweigeminute

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Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) trägt sich vor der Schweigeminute im französischen Generakonsulat in Frankfurt und im Beisein von Generalkonsulin Sophie Laszlo in das Kondolenzbuch ein.

Hessen - In ganz Hessen beteiligen sich heute Mittag Menschen an der Schweigeminute zum Gedenken an die Terroropfer von Paris. Busse und Bahnen stehen still, Radiosender unterbrechen ihr Programm. Auch am Frankfurter Flughafen und der Börse ruht die Arbeit.  

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) nahm um zwölf Uhr an der Schweigeminute mit Generalkonsulin Sophie Laszlo im französischen Generalkonsulat in Frankfurt teil. Auf allen Bahnhöfen seien die Reisenden in Lautsprecheransagen gebeten worden, sich an der Gedenkminute zu beteiligen, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Fahrende Züge auf freier Strecke seien aus Sicherheitsgründen aber nicht angehalten worden. In Frankfurt blieben Bahnen nach Mitteilung der Verkehrsgesellschaft Frankfurt an Haltestellen oder in U-Bahnstationen stehen. Bahnen, die zu dieser Zeit unterwegs waren, holten die Schweigeminute in der nächsten Station nach.

Angesichts der Terrorangriffe von Paris warnte der hessische CDU-Generalsekretär Manfred Pentz davor, Muslime unter einen Generalverdacht zu stellen. Man könne zwar keinem Flüchtling, der nach Deutschland komme, in den Kopf schauen, sagte Pentz heute Wiesbaden. Aber: „Niemals darf mit Blick auf den Islam ein Generalverdacht erhoben werden."

Die Themen Flüchtlinge und Asyl werden nach Einschätzung von Pentz auf dem kleinen Parteitag der hessischen CDU am kommenden Samstag die Debatten mitbestimmen. Ob es zu diesen Fragen ein offizielles Papier geben wird, sei noch offen. Die 100 Delegierten wollen in Hanau unter anderem das Programm der CDU zur hessischen Kommunalwahl am 6. März 2016 verabschieden. (dpa)

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Quelle: op-online.de

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