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Schildkröte und Co. auf Abwegen - Kuriose Tiergeschichten 2016

Ausgebüxtes Känguru auf Abwegen
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KÄNGURU: Ein Känguru namens Fritz büxte Ende August von einem Hof im osthessischen Nentershausen aus. Gelungen war ihm der Sprung in die Freiheit, weil ein herabgestürzter Ast die Umzäunung heruntergedrückt hatte. Tierhalter Heiko Ullrich war tagelang in heller Aufregung und suchte (zunächst) vergeblich nach ihm. Ullrich hatte sich das Tier als Landschaftspfleger zugelegt. Seine Aufgabe war es, sich als tierischer "Rasenmäher" auf dem Gelände zu betätigen. Doch dann verschwand das etwa ein Meter große Zwerg-Känguru. Erst mit Hilfe einer Tierärztin, die das Känguru betäubte, konnte er es einfangen. Ullrich gelobte danach: Er wolle künftig besser auf das Tier achtgeben.
Niederlande fürchten Ausbreitung von Q-Fieber
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ZIEGEN: Auf Abwegen war im Oktober im südhessischen Hirschborn eine Horde Ziegen. Nach Aussage von irritierten Autofahrern bewegten sich die Tiere zielstrebig und geschlossen in Richtung einer Spielhalle. Dort stießen sie mehrfach mit ihren Hörnern an die Fassade, der Zutritt zum Gebäude gelang ihnen aber nicht. Die Polizei informierte den Tierbesitzer, der sie anschließend zurück in ihr Gehege brachte.
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REH: Ein junger Rehbock suchte im September in Höchst (Odenwald) Abkühlung in einem privaten Pool. Unglücklicherweise kam er alleine nicht mehr heraus. Eine Anwohnerin alarmierte die Polizei. Die Ordnungshüter hatten sogleich einen einfachen Tipp parat: Das Jungtier einfach aus dem Wasser zu ziehen - was dem Ehemann der Anruferin auch gelang. Ende gut, alles gut.
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SCHILDKRÖTE: Schmunzeln mussten Polizisten im osthessischen Hünfeld, als sie im Juli zum Fundort eines Tieres gerufen wurden. Ausgerechnet unter einer Radarfalle fand ein Mann eine Schildkröte. Danach scherzten die Beamten in einer Mitteilung: Dass das Tier aber "wegen einer Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit geblitzt wurde, erscheint eher unwahrscheinlich". Eine sachkundige Beamtin nahm die 15 Zentimeter große Gelbwangenwasserschildkröte in ihre Obhut.
Exotische Spinne taucht im Supermarkt auf
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SPINNE: Alles andere als niedlich hingegen fand im Juni eine Kundin eines Supermarktes in Raunheim die Begegnung mit einer Spinne. Die Aufregung war groß, weil es sich um ein exotisches Exemplar handelte: eine Riesenkrabbenspinne. Eine eingeschaltete Spinnenexpertin des Senckenberg-Museums konnte aber schnell Entwarnung geben. Es handelte sich um eine für Menschen harmlose Spinnenart, die in tropischen und subtropischen Gebieten verbreitet sei. Immer wieder mal gelangen exotische Spinnen in Obstkisten trotz langer Transportwege lebend in deutsche Supermärkte.
Gesetz für Besitz von gefährlichen Tieren
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SCHLANGEN: Nicht weniger aufregend war es für die Bewohner eines Mehrfamilienhauses im Juni in Friedberg (Wetteraukreis), Bekanntschaft mit einer etwa ein Meter langen Kornnatter zu machen. Diese Schlangenart kann zwar beißen, ist aber ungiftig und stellt nach Experten-Einschätzung keine Gefahr für Menschen dar. Die wohlgenährte Schlange waren offenbar ihrem Tierhalter entfleucht.
Kuh
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KÜHE: Tag ein, Tag aus die gleiche Weide - da beschlossen mehrere Kühe im mittelhessischen Hungen sich auf einen Spaziergang zu begeben. Ungünstig nur, dass sie den Weg über eine Bundesstraße (B457) wählten. Autofahrer alarmierten die Polizei. Die Tiere konnten auf einen Radweg umgeleitet und nach rund zwei Stunden auf eine Koppel gebracht werden. Nach dem Besitzer der Rindviecher wurde mit Radiodurchsagen gefahndet. Etwas später nahm er die Tiere wieder in Empfang. Menschen und Tiere wurden nicht verletzt - nur einige Außenspiegel mussten dran glauben.
Wolf
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WOLF: Die angebliche Sichtung eines Wolfes führte im April in Kassel zu einem Polizei-Einsatz. Mehrer Autofahrer wollten das Tier gesehen haben und schlugen Alarm. Eine Streife entdeckte tatsächlich ein großes Tier. Wie sich aber herausstellte, handelte es sich um einen amerikanischen Wolfshund, der seinem Besitzer ausgebüxt war.
Katze im Tierheim
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KATZE: Verdächtiges Kratzen an der Wohnungstür mitten in der Nacht deutete eine Frau im Februar als einen Einbruchsversuch. Die Frankfurterin rief die Polizei. Als die Beamten eintrafen, fanden sie eine Katze, die in die Wohnung wollte. "Die junge Frau öffnete die Wohnung und die eigene Katze sprang direkt in ihre Arme", berichtete die Polizei. Doch, sicher ist sicher - die Beamten überprüften auch alle Türen und Fenster. Aber außer Kratzspuren wurden keinerlei Einbruchsspuren entdeckt.

Entlaufene Tiere haben im Jahr 2016 in Hessen ihre Besitzer und auch so manchen Ordnungshüter ordentlich auf Trab gehalten. Eine Auswahl von kuriosen Tiergeschichten aus dem ablaufenden Jahr.

Quelle: op-online.de

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