Für Hessen mehr Windkraft

Lucia Puttrich

Wiesbaden (dpa/psh) - Knapp einen Monat vor der Abschlusssitzung des hessischen Energiegipfels zeichnen sich erste Ergebnisse ab. Danach hat eine Arbeitsgruppe des Gremiums empfohlen, zwei Prozent der Landesfläche für Windenergie auszuweisen.

Entsprechende Berichte bestätigte gestern ein Sprecher des Umweltministeriums. Die endgültige Entscheidung treffe aber der Energiegipfel, sagte er. Das Gremium kommt am 10. November zu seiner abschließenden Sitzung zusammen. Dann soll ein Ergebnis vorgelegt werden.

Nach einer Sitzung des Energiegipfels am 27. September hatte Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) gesagt, die Fläche, die für den Einsatz von Windenergie ausgewiesen werden soll, sei „noch nicht abgemacht“. Zwei bis drei Prozent der Landesfläche waren dafür in der Diskussion. Nach der Sitzung im September hatten Vertreter aller fünf im Parlament vertretenen Parteien sowie Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Puttrich außerdem betont, dass der Energiegipfel einen Konsens über die künftige Energieversorgung im Land anstrebe.

Die SPD begrüßte nach Angaben des hessischen Rundfunks die Ergebnisse der Arbeitsgruppe. „Wir freuen uns, dass die SPD in zentralen Themenbereichen die Puttrich-Arbeitsgruppe überzeugen konnte“, wird der umweltpolitische Sprecher der SPD, Timon Gremmels, zitiert. Mehr Windkraft-Flächen und die Änderung der Gemeindeordnung seien schon lange Forderungen. Jetzt müsse sich Puttrich nur noch bei der letzten Sitzung des Energiegipfels durchsetzen.

Die Nuklearkatastrophe in Japan und die bundesweite Debatte um den Atom-Ausstieg hatten auch in Hessen die Frage nach der künftigen Energieversorgung aufgeworfen. Bouffier hatte Vertreter von Parteien, Gewerkschaften, Kommunen und Wirtschaft zum Energiegipfel eingeladen. Vier Arbeitsgruppen sollten hier eine Diskussionsgrundlage und Alternativen für die Energieversorgung ausarbeiten.

Quelle: op-online.de

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