Grüttner: „80 Standorte geprüft“

Hessen rechnet mit 100.000 Flüchtlingen in der Erstaufnahme

Wiesbaden  - Die Landesregierung rechnet in diesem Jahr mit etwa 100.000 Flüchtlingen in hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen.

Als Transitland in Deutschland nehme Hessen zweimal mehr Asylbewerber in Empfang, als hinterher in den Kommunen bleiben, sagte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Wenn es bei einer Gesamtzahl von 800.000 Flüchtlingen bundesweit bleibe, werde Hessen dem Verteilschlüssel nach 58.000 von ihnen dauerhaft unterbringen. Vor der Herbstkälte versuche die Regierung, Flüchtlinge aus Zeltlagern ins Warme zu bringen. „Der Markt für feste Unterkünfte ist nahezu leer, selbst wenn wir deutlich mehr Geld bieten“, sagte Grüttner aber.

80 Standorte in Hessen würden geprüft. „Das sind leerstehende Kasernen, aber auch private Gebäude, Gelände, auf denen Container, Traglufthallen oder Holzbauten aufgestellt werden können.“ Die Konflikte im Nahen Osten und Nordafrika, die den Flüchtlingsstrom ausgelöst hätten, seien ungelöst, deswegen würden auch weiter viele Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Grüttner rief Berlin auf, bei der raschen Abschiebung abgelehnter Asylbewerber vom Balkan zu helfen. (dpa)

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Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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