Landesparteitags in Gießen

Hessen-AfD steht ohne Vorstand da

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Ein Bild vom Landesparteitags in Gießen.

Gießen - Der hessische Landesverband der Alternative für Deutschland (AfD) hat keinen Vorstand mehr. Das ist das Ergebnis des Landesparteitags in Gießen, der mehrheitlich für die Abwahl des Gremiums votierte.

Ein Antrag auf Neuwahlen scheiterte an der notwendigen Dreiviertelmehrheit. Das Landesschiedsgericht der Partei wird in den nächsten Tagen einen Notvorstand bestimmen, der zeitnah einen weiteren Parteitag mit Vorstandswahlen organisieren wird. „Wir werden nicht freiwillig das Feld räumen“, sagte der nunmehr abgewählte Landesschatzmeister Arnd C. Frohne in der vorangegangenen Debatte. Der Landesvorstand arbeite solide. Rücktrittsforderungen aus Delegiertenkreisen lehnte Frohne deshalb ab. Vorwürfen zur Entmachtung des Sprechers Peter Münch durch das Landesschiedsgericht im März begegnete Sprecher Konrad Adam mit dem Hinweis, dass das Verfahren der Parteisatzung entsprochen habe. Münch selbst verwahrte sich gegen den Vorwurf, Parteiprotokolle gefälscht zu haben. „Meinen Gegnern fällt nichts mehr ein, als mir Straftaten zu unterstellen“, erklärte der entmachtete Sprecher, der kräftigen Applaus von den Mitgliedern erhielt.

„Die Abstände, in denen wir Vorstände wählen, werden immer kürzer“, kritisierte Hadi Riedel, bislang mit Adam und Susanne Gruber Landessprecher. Er sei sprachlos angesichts des Umgangs mit ehrenamtlich engagierten Parteiaktiven. Seit Monaten gibt es Personalquerelen im Landesverband der AfD, der seit seiner Gründung im Mai 2013 bereits 14 Landessprecher hatte.

dpa

Quelle: op-online.de

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