Therapie für Wohnungsmarkt

Hessen stellt eine Milliarde für Sozialwohnungen bereit

Wiesbaden - Die hessische Landesregierung will den sozialen Wohnungsbau mit einem umfassenden Förderprogramm ankurbeln. Dafür steht in den nächsten Jahren insgesamt eine Milliarde Euro zur Verfügung, wie die zuständige Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) sagte.

Mit den Geldern, die zu einem geringeren Teil vom Bund kommen, erhofft sie sich bis 2019 den Bau von etwa 10.000 Wohnungen für rund 30.000 Menschen. Hinz wies darauf hin, dass die Lage am hessischen Wohnungsmarkt angespannt bleibe. Die größten Herausforderungen seien der Mangel an bezahlbarem Wohnraum, der niedrige Marktzins und fehlende Baugrundstücke in den Großstädten. Hinzu komme die hohe Zahl an Flüchtlingen in Hessen. Für sie würden allein rund 40.000 Wohnungen benötigt. Deshalb würden die Mittel für den sozialen Wohnungsbau massiv aufgestockt.

Zusätzlich zu den 62 Millionen Euro, die das Land jährlich für Sozialwohnungen bereitstellt, können die Fördermittel laut Hinz in den nächsten Jahren um jeweils 65 Millionen erhöht werden, was auch 2015 schon der Fall sei. Hinzu kämen noch die sogenannten Kompensationsmittel des Bundes für diesen Zweck, die ab 2016 auf knapp 60 Millionen Euro steigen. All diese Gelder würden jetzt gezielt in den sozialen Wohnungsbau gesteckt. Dasselbe gelte auch für das vom Land zur Bewältigung der Flüchtlingssituation aufgelegte Kommunale Investitionsprogramm mit weiteren 230 Millionen Euro. Die Mittel stehen für Neubau, Modernisierung von Mietwohnungen, Herrichtung von Gebäuden zur dauerhaften Nutzung als Wohnraum und den Erwerb von bislang nicht für Wohnen genutzten Gebäuden durch die Kommunen zur Verfügung.

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epd

Quelle: op-online.de

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