LBS Hessen-Thüringen

Viele träumen vom Haus

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Frankfurt - Schrebergarten, Hobbykeller und ein Haus zum Wohlfühlen – der Wunsch der Deutschen nach sicheren Geldanlagen ist ungebrochen. Von Sabrina Kristen 

Die Landesbausparkasse (LBS) Hessen-Thüringen blickt bei der Vorlage ihrer Bilanz 2013 auf das drittbeste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte zurück. Das vergangene Geschäftsjahr war zwar bei bei Weitem nicht so erfolgreich wie 2012, dennoch zeigt sich die LBS-Geschäftsführung bei der Bilanzpräsentation zufrieden. „Der Traum vom schönen Wohnen und den eigenen vier Wänden hat unverändert einen hohen Stellenwert bei den Menschen“, sagte der Sprecher der LBS-Geschäftsführung, Peter Marc Stober in Frankfurt. So gaben 64 Prozent der Immobilien-Eigentümer in einer Studie des TNS Trendindikators aus dem vergangenem Jahr an, dass sie für schönes Wohnen bereit sind, sich finanziell einzuschränken. Auch 46 Prozent der Mieter würden für ein Eigenheim in anderen Bereichen sparen.

Selbst Eltern machen sich über das künftige Eigenheim ihrer Kinder so ihre Gedanken: Knapp 30 Prozent beträgt der Anteil des Bruttoneugeschäfts, den die LBS durch Verträge mit jungen Leuten unter 21 Jahren erzielte. Diese werden zum einen von den Jugendlichen selbst abgeschlossen, aber der größte Teil wird von den Eltern der jungen Leute in Auftrag gegeben. Nach Angaben der LBS sank die Zahl der neu abgeschlossenen Bausparverträge dennoch von rund 123 .000 im Jahr 2012 auf 100 .000. Auch die Summe der angelegten Gelder verringerte sich deutlich. Aktuell beträgt die Bausparsumme 2,75 Milliarden Euro. 2012 waren es noch mehr als drei Milliarden. In Hessen selbst gelangten insgesamt 72 981 Verträge über eine Bausparsumme von 2,15 Milliarden Euro zur Unterschrift. In Thüringen waren es rund 27 000 Verträge über 611 Millionen Euro. Erfreut zeigte sich Stober darüber, dass die durchschnittliche Bausparsumme um 12,4 Prozent auf 27. 562 Euro stieg. In Hessen betrug sie 29. 386 Euro, in Thüringen 22 .635 Euro.

Erfolgskonzept "Wohn-Riester"

Besonders gefragt waren im vergangenen Jahr die Vorfinanzierungskredite der LBS. Das Volumen stieg um 54,3 Prozent auf 119,87 Millionen Euro an. Auch der 2012 eingeführte Sofortkredit ist weiterhin gefragt. Das Volumen legte um 82,8 Prozent zu. Bauspardarlehen wurden, wie in der gesamten Branche, wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase weniger nachgefragt. Das Betriebsergebnis der LBS sank im vergangenen Jahr auf knapp zehn Millionen Euro, 2012 waren es noch rund 15 Millionen Euro. „Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen bewerten wir dieses Ergebnis als zufriedenstellend“, so Stober. Als großes Erfolgskonzept – fünf Jahre nach der Einführung – hat sich nach Angaben der LBS Wohn-Riester erwiesen. „Unter den Riester-Produkten ist es der eindeutige Spitzenreiter“, sagt Stober. In Hessen kamen insgesamt 5 400 neue Riesterverträge zum Abschluss, was ein Plus von 6,4 Prozent im Vergleich zu den Zahlen von 2012 bedeutet.

„Die gesetzlichen Veränderungen zum Jahresanfang werden unserem Geschäft zusätzlichen Schub verleihen“, ist sich der LBS-Sprecher sicher. So sind beispielsweise die Regeln für Umschuldungen flexibler geworden. Für den Erhalt der Riester-Förderung kommt es nun nicht mehr länger darauf an, wann die Immobilie angeschafft oder hergestellt wurde. Insgesamt verdoppelte sich bei der Eigenheimrente den Angaben der LBS zufolge die angelegte Bausparsumme innerhalb eines Jahres auf 100 Millionen Euro. „Wir gehen nicht davon aus, dass sich die Rahmenbedingungen 2014 signifikant ändern werden“, erklärte Stober weiter. Dennoch seien die Zahlen aus dem ersten Quartal so erfreulich, dass die LBS Hessen-Thüringen für 2014 ein besseres Ergebnis als das aus dem vergangenen Jahr erwartet.

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Quelle: op-online.de

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