Tunesien, Algerien und Marokko

Hessen will Asylverfahren für Nordafrikaner beschleunigen

Wiesbaden - Hessen will die Asylverfahren für Flüchtlinge aus den nordafrikanischen Herkunftsstaaten Tunesien, Algerien und Marokko deutlich beschleunigen.

Die Bewerber sollen künftig nicht mehr den Kommunen zugewiesen werden, kündigten Hessens Innenminister Peter Beuth und Sozialminister Stefan Grüttner (beide CDU) an. Dahinter steht nach dem jüngsten Asylkompromiss die Erwartung, dass die drei Staaten zu sicheren Herkunftsländern erklärt werden. Damit ließen sich Menschen aus diesen Staaten schneller abschieben. Bis zu einer Entscheidung ihrer Verfahren sollen die Nordafrikaner daher in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes bleiben. Deren Kapazität werde noch ausgebaut, um auch Bedarfsspitzen abzudecken, teilten die Ministerien der Deutschen Presse-Agentur heute Morgen mit.

Die Landesminister rechnen in Folge des beschleunigten Verfahrens auch mit einem deutlichen Rückgang der Flüchtlingszahlen aus diesen Ländern. Dies habe sich schon bei Asylbewerbern aus dem Westbalkan gezeigt. Nähere Einzelheiten zum hessischen Vorgehen sollten an diesem Montag bekanntgegeben werden. Ähnlich agieren bereits die Behörden in Baden-Württemberg, die auch Ägypter und Libyer nicht mehr an die Kommunen weiterreichen.

dpa

Quelle: op-online.de

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