Land attraktiv für viele Berufsgruppen

Hessen zieht mehr Pendler an

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Frankfurt - Hessen zieht immer mehr Berufspendler an: Von den mehr als 2,3 Millionen Beschäftigten in Hessen kamen im vergangenen Jahr etwa 335.000 aus den angrenzenden Bundesländern. Von Marc Kuhn

Dies sei ein Plus von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit gestern in Frankfurt mit. Angesichts des steigenden Bedarfs an qualifizierten Mitarbeitern sowie der wachsenden Zahl gemeldeter Stellen sieht ihr Leiter Frank Martin die Bundesländer bereits jetzt um Arbeitskräfte konkurrieren. „Wir stellen fest, dass die Betriebe intensiver mit ihren individuellen Standortvorteilen werben, um zum einen die Abwanderung in andere Bundesländer zu verhindern und zum anderen Arbeitskräfte aus anderen Regionen anzulocken. “ Rund 214.000 Menschen verließen 2014 Hessen, um woanders zu arbeiten. Das sind 3,0 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die hessischen Arbeitnehmer zieht es vorzugsweise nach Baden-Württemberg (53.000), Rheinland-Pfalz (47.000) und Nordrhein-Westfalen (38.500). Die Pendler nach Hessen kommen in erster Linie aus Rheinland-Pfalz (96.500), Bayern (56.600) und Nordrhein-Westfalen (52.400). Baden-Württemberg rangiert mit 41.600 Pendlern nach Hessen auf Platz vier.

Besonders attraktiv ist Hessen den Angaben zufolge für Arbeitnehmer, die in der Unternehmensführung und -organisation, im Einkauf und Vertrieb, der Logistik, im Rechnungswesen und der Steuerberatung, der Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie Informatik tätig sind. „Rund 165.800 Arbeitnehmer fanden so ihren Weg nach Hessen“, berichtete die Regionaldirektion. Das sind 49,4 Prozent der Pendler. Umgekehrt verlassen rund 94.300 Menschen das Bundesland, um in den fast gleichen Berufsgruppen in anderen Bundesländern tätig zu sein. Das sind 44,2 Prozent der sogenannten Auspendler.

Quelle: op-online.de

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