Verbale Attacken gegen Freilichtmuseum

Shitstorm: Freier Eintritt für Flüchtlinge im Hessenpark

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Neu-Anspach - Hass und Beleidigungen ohne Ende, weil seit September Flüchtlingsgruppen und ihre Betreuer keinen Eintritt im Hessenpark zahlen müssen. Jetzt wird die Facebookseite des Freilichtmuseums mit Beschimpfungen und schlechten Bewertungen überrollt.

Der Hessenpark präsentiert typisch hessische Fachwerkhäuser und das dörfliche Leben in den verschiedenen Teilen Hessen. Ein guter Ort für Flüchtlinge also, die Geschichte und die Traditionen kennenzulernen. Das dachten sich wohl auch die Betreiber und bieten seit September freien Eintritt für Flüchtlinge an. Deswegen werden sie seit Sonntag im Internet beschimpft und mit negativ Kommentaren überhäuft, wie die Hessenschau berichtet. „Alles gratis bekommen für Menschen die erst hier angekommen sind und noch nie hier irgendwas einbezahlt oder erwirtschaftet haben? Sowas gibts nur in der guten alten BRD“, lautet einer der noch gemäßigten Kommentare auf der Facebookseite des Freilichtmuseums. Jetzt hat auch die Landeseinrichtung Stellung zu den Beleidigungen auf Facebook bezogen und verteidigt seine Preispolitik: „Wir sehen uns als Ort der Begegnung und des Austauschs. Wir stellen uns gesellschaftlichen Entwicklungen und Rahmenbedingungen und werden das auch in Zukunft tun. Wir freuen uns über alle Menschen, die unsere Arbeit schätzen und unterstützen. Können aber auch damit leben, wenn das nicht alle tun.“ Die gute Nachricht: Seit gestern Abend bekommt das Freilichtmuseum auch jede Menge positive Rückmeldungen. „Danke für euer Engagement. In jeder Beziehung“, heißt es da.

Im Hessenpark zahlen Erwachsene regulär 8 Euro, Kinder ab sechs Jahren 2,50 Euro. Die Familienkarte kostet 16 Euro. Sozialhilfeempfänger müssen nur 2,50 Euro zahlen.Gegründet wurde das Museum 1974 durch die hessische Landesregierung unter Ministerpräsident Albert Osswald (SPD). Es ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen aus dem In- und Ausland, insbesondere auch für Familien und Schulklassen. Mit seinen vielen historischen Gebäuden aus ganz Hessen, soll die Kulturgeschichte des Bundeslandes bewahrt werden. Auch traditionelles Handwerk wird dort präsentiert und bewahrt: In zahlreichen Vorführungen können Besucher den Handwerkern bei der Arbeit zusehen.

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Quelle: op-online.de

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