Schulpolitik in Hessen

Ganztagsangebot wird ausgebaut

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Wiesbaden - Das Ganztagsangebot an Hessens Grundschulen wird ausgebaut. Zehn weitere Schulträgerregionen mit mindestens 67 Grundschulen werden im kommenden Schuljahr am „Pakt für den Nachmittag" teilnehmen. An den Plänen der schwarz-grünen Landesregierung gibt es auch Kritik.

Damit werden insgesamt 124 hessische Schulen im Jahr 2016/17 das verlässliche Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 Uhr bis 17 Uhr anbieten. Rund 180 Lehrerstellen werden laut Kultusminister Alexander Lorz (CDU) allein für den Pakt zur Verfügung stehen. Insgesamt beläuft sich die zusätzliche Zahl der Pädagogen für den Ausbau des Ganztagsangebots „Pakt für den Nachmittag" in Hessen auf 230 Stellen. Kritik an den Plänen gibt es vonseiten der Landesschülervertretung. Die fordert mehr echte Ganztagsschulen in Hessen. Es sei zwar zu begrüßen, dass die Landesregierung durch den Ausbau der Nachmittagsangebote dem bestehenden Bedarf an Ganztagsbetreuung im Grundschulalter Rechnung trage, sagte Landesschulsprecherin Svenja Appuhn heute in Gießen. Über den Ausbau von freiwilligen Angeboten dürften aber die echten Ganztagsschulen nicht vergessen werden, da dort auch am Nachmittag rhythmisierter Unterricht verbindlich für alle Schüler stattfinde. "Nur so kann am Ende für alle gewährleistet werden, dass Ganztagsschulen zu mehr Gerechtigkeit im Bildungsbereich beitragen."

Außerdem vermeldet das Statistische Bundesamt heute, dass öffentliche Hochschulen fast doppelt so viel Geld pro Student ausgeben wie private Hochschulen. Letztere gaben 5920 Euro aus, bei den öffentlichen Hochschulen lag der Betrag bei knapp 11.000 Euro. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2013. Als Grund für den Unterschied nennen die Statistiker die Auswahl der Fächer. An den Privaten seien zwei Drittel der Studierenden in Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften eingeschrieben. Diese "Bücherwissenschaften" sind den Angaben zufolge günstiger als Mathematik, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften. Diese Fächer wurden häufiger an öffentlichen Unis studiert.(ror)

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Quelle: op-online.de

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