Hessens Jüngste sammeln Abfall

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Bei der Aktion „Sauberhafter Kindertag“ in Offenbachs Buchhügelallee durfte auch der Clown zum Müllbeutel greifen.

Offenbach (hs) - Bunt bemalte Plakate, ein Clown, der Luftballontiere anfertigte, und Musik á la „Auf der Mauer, auf der Lauer“ lieferten gestern Vormittag den passenden Rahmen für den „Sauberhaften Kindertag“, der zum zehnten Mal von Hessens Kindergärten ausgerichtet wurde.

Zum landesweiten Auftakt auf dem Rewe-Parkplatz in der Offenbacher Buchhügelallee hatte sich auch die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) eingefunden.

150 Kindertagesstätten aus 41 Gemeinden mit etwa 4 000 Kindern beteiligten sich an der landesweiten Müll-Sammelaktion, die vom hessischen Umweltministerium in Kooperation mit Hauptsponsor Rewe und lokalen Unternehmen initiiert wurde. Allein in Offenbach waren zwölf Kitas mit etwa 180 Kindern unterwegs. Als Experte in Sachen Umwelt stand die Offenbacher ESO Dienstleistungsgesellschaft bereit: „Die Kitas für die Aktion zu gewinnen und zu schauen, wie viele Handschuhe, Zangen, Warnwesten benötigt und auf welche Gebiete die Kinder aufgeteilt werden – all das wird von uns erledigt“, meinte Gabriele Siegfart von der ESO.

Trotz Polit-Prominenz: „Es geht nur um die Kinder“

So machten sich die Kinder der Offenbacher Kitas 20 und 21 auf in Richtung Wetterpark, um die den Weg säumenden Zigarettenstummel, Kaugummis und Verpackungen einzusammeln. Nadine Dieter, Projektleiterin im Umweltministerium, sagte: „Es wird immer abstrakt von Nachhaltigkeit gesprochen. Hier wird es förmlich greifbar mit Zange und Handschuhen.“ Sie wies darauf hin, dass nicht korrekt entsorgter Müll die Kommunen viel Geld kostet: „Es ist eine Bewusstseinskampagne.“

Offenbachs Bürgermeister Peter Schneider und Umweltministerin Puttrich gaben um 8:30 Uhr den Startschuss zur Sammelaktion und griffen anschließend selbst zu Zange und Müllbeutel. „Die Umwelt schützen ist so einfach – man muss es nur tun“, so Puttrich.

Dass sich die Kinder von der lokalen und überregionalen Prominenz nicht beeindrucken ließen, sondern mit Begeisterung der Sammelaktion widmeten, freute vor allem Gabriele Siegfart: „Die Kinder haben ihren Spaß, und das ist die Hauptsache. Es geht nur um die Kinder.“ Siegfart, die seit Jahren die Aktionstage organisiert und mit Enthusiasmus begleitet, antwortete auf die Frage, ob der Nachwuchs aus einer solchen Sammelaktion etwas mitnehmen kann, im Brustton der Überzeugung: „Na, was glauben Sie denn?“

Quelle: op-online.de

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