Zum Schuljahresende

Hessens Politiker benoten sich

Wiesbaden - Zum Schuljahresende hat die SPD-Fraktion der schwarz-grünen Regierung in Hessen ein fröhlich-vernichtendes Zeugnis ausgestellt.

Über Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) als Klassensprecher hieß es: „Wenn er sich zu seinen Vorträgen zu Wort meldet, vergeht eine Doppelstunde wie im Fluge. “ Klassenprimus Tarek Al-Wazir, der Grünen-Wirtschaftsminister, sei „überzeugt, dass er stets fehlerfrei arbeitet“. Über Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) schrieb die SPD, er habe als Sportskanone und Judoka beim Kommunalen Finanzausgleich Hunderte Bürgermeister und Landräte aufs Kreuz gelegt. „Die Defizite im Rechnen holt er bestimmt im kommenden Jahr wieder auf“, hieß es. Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) bekam zu hören: „Priska bemüht sich tapfer und unermüdlich um den Schulgarten, in dem aufgrund von Altlasten so gar nichts gedeihen will.“

Die CDU konterte mit Kopfnoten für führende Sozialdemokraten: „Das Betragen von Thorsten (Schäfer-Gümbel) und Günter (Rudolph) ist oft mangelhaft.“ Deren vorlaute Auftritte störten den Klassenverband. „Die Hessen wären ja schon froh, wenn die Genossen endlich mal im Unterricht aufpassen und die Hausaufgaben machen würden.“ Mit schlechten Umfragewerten am Anfang dieser Woche hätten sie erneut einen blauen Brief der Wähler erhalten. Anstatt über andere herzuziehen, solle die SPD darauf achten, „dass sie nicht von der Schule fliegt.“ Die Landesregierung habe bereits Anfang der Woche ihr Zeugnis von den Wählern erhalten. Nach einer Umfrage sei die schwarz-grüne Koalition mit 60 Prozent unangefochten die beliebteste Konstellation der Hessen. (dpa/mic)

Von 1 bis 6! Noten für die Bundestagsabgeordneten aus der Region

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

Mehr zum Thema

Kommentare