Rund 800.000 Besucher erwartet

Bouffier eröffnet Hessentag in Hofgeismar

+

Hofgeismar - Es ist "Hessentach": Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat heute im nordhessischen Hofgeismar das alljährliche Landesfest eröffnet.

 "Es ist ein Fest der Begegnung, Information und des Vergnügens. Das werden zehn tolle Tage", sagte Bouffier vor dem Rathaus der Dornröschen-Stadt vor mehreren Hundert Besuchern. Hofgeismars Bürgermeister Markus Mannsbarth (SPD) schwärmte vom "märchenhaften Beitrag", den seine Stadt zum Gelingen geleistet habe. Unter dem Motto "Hofgeismar hat Hessentach" sind an den zehn Tagen des 55. Hessentags mehrere Hundert Veranstaltungen geplant. Zu den Höhepunkten zählen die Konzerte von Herbert Grönemeyer (7.6.), den Fantastischen Vier (4.6.) und Andrea Berg (5.6.). Es gibt einen Tag des Sports, die Landesausstellung und die Schau "Natur auf der Spur", ein Kinderland und eine 2,4 Kilometer lange Hessentagsstraße. Der Hessentag ist das älteste deutsche Landesfest. Bis zum 7. Juni wird in der Dornröschen-Stadt gefeiert. Erstmals stellen zwei Märchenfiguren das Hessentagspaar dar: Dornröschen und der Prinz. Es werden rund 800.000 Besucher erwartet. Bereits 1978 hatte die 16.000-Einwohner-Stadt knapp 30 Kilometer nördlich von Kassel das Landesfest veranstaltet.

Fanta4 auf Hessentag in Hofgeismar: Bilder

Der Hessentag wurde 1961 ins Leben gerufen. Gedacht war er als Integrationsfest für das noch junge Bundesland mit seinen vielen Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg. Der damalige hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (SPD) wollte so "eine neue Tradition für alle Hessen" schaffen. Der erste Hessentag in Alsfeld (Vogelsbergkreis) war noch überschaubar: 50 Veranstaltungen an drei Tagen - heute sind es fast 1000 an zehn Tagen. Das Event ist damit das größte Bürgerfest Deutschlands. Trachtentänze, Volksmusik, Sport und Ausstellungen prägten die ersten Hessentage. Als die Besucherzahlen in den 1980er Jahren stagnierten, wurde aus dem Trachtenfest ein Popfestival mit Rockmusik und vielen Darbietungen. Kritiker monierten den mangelnden Hessenbezug, doch die Besucherzahlen gaben dem Konzept recht: 480.000 Besucher kamen zum ersten "neuen" Hessentag 1989 in Frankenberg (Landkreis Waldeck-Frankenberg), 2013 in Kassel waren es 1,8 Millionen. Brauchtum spielt aber weiter eine Rolle: Der Trachtenumzug zum Ende des Festes hat Tradition.

Besucherzahlen - ein Vergleich

  • 2007 Butzbach (Wetteraukreis) 1.100.000
  • 2008 Homberg/Efze (Schwalm-Eder-Kreis) 810.000
  • 2009 Langenselbold (Main-Kinzig-Kreis) 1.015.000
  • 2010 Stadtallendorf (Kreis Marburg-Biedenkopf) 1.080.000
  • 2011 Oberursel (Hochtaunuskreis) 1.375.000
  • 2012 Wetzlar (Lahn-Dill-Kreis) 1.200.000
  • 2013 Kassel 1.830.000
  • 2014 Bensheim (Kreis Bergstraße) 1.325.000
  • 2015 Hofgeismar (Kreis Kassel) erwartet 800.000

Hessentag in Kassel: Impressionen

dpa

Quelle: op-online.de

Mehr zum Thema

Kommentare