Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Hessische Unternehmer unterzeichnen Charta

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Frankfurt - Mit flexiblen Arbeitszeiten oder Heimarbeit wollen mehrere hessische Unternehmer ihre Mitarbeiter künftig bei der Pflege von Angehörigen unterstützen. Dazu haben die ersten Unternehmen die „Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in Hessen“ unterzeichnet.

Mehrere hessische Unternehmen wollen ihre Mitarbeiter künftig bei der Pflege von Angehörigen unterstützen. Sie helfen, indem sie zum Beispiel flexible Arbeitszeiten oder das Arbeiten von Zuhause aus ermöglichen. Dazu unterzeichneten die ersten Unternehmen und Verbände heute in Frankfurt die „Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in Hessen“. Die Charta ist nach Angaben des hessischen Sozialministeriums bundesweit bislang einmalig. Die freiwillige Selbstverpflichtung soll Signalwirkung für andere Unternehmen haben.

„Wenn Angehörige gepflegt werden, dann sind das meist fünf Stunden pro Tag über einen Zeitraum von 8,2 Jahren. Damit die Menschen mit dieser Mehrbelastung fertig werden, brauchen sie die Unterstützung der Unternehmen“, sagte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU). Die von der AOK angestoßene Initiative habe aber auch für die Arbeitgeber einen Vorteil: „Niedrigere Krankmeldungen, und die Mitarbeiterbindung ist höher“, sagte AOK-Chef Fritz Müller. Ein wichtiger Baustein seien innerbetriebliche Ansprechpartner und Kompetenztrainings für pflegende Mitarbeiter.

dpa

Quelle: op-online.de

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