Ausnahme Rhein-Main-Ebene

Dem hessischen Wald geht’s gut

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Trotz der Trockenheit in diesem Jahr ist der hessische Wald (noch) in einem stabilen Zustand. Foto: dpa

Wiesbaden - Hessen zählt zu den waldreichsten Bundesländern in Deutschland. Weil es den Buchen vergleichsweise gut geht, ist der Zustand der Wälder insgesamt stabil. Die Wetterkapriolen in diesem Jahr könnten sich aber noch auswirken.

Trotz der extremen Trockenheit und Hitze im Frühjahr und Sommer dieses Jahres ist der hessische Wald in einem stabilen Zustand. Die Erfahrungen zeigten jedoch, dass die Folgen einer außergewöhnlichen Witterung oft erst später sichtbar werden, sagte Johannes Eichhorn von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt gestern in Wiesbaden bei der Vorstellung des Waldzustandsberichts. Folgten nun in kurzer Zeit weitere sehr trockene Jahre, „dann kann es für den Wald sehr gefährlich werden“.

Große Sorgen bereite nach wie vor die Rhein-Main-Ebene, sagte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne). Der Zustand der Kronen sei hier speziell bei jüngeren Bäumen deutlich schlechter als durchschnittlich in ganz Hessen. Die Ministerin kündigte für das Hessische Ried ein spezielles Waldprogramm für die nächsten vier Jahre an. So soll probeweise an einer Stelle der Grundwasserspiegel angehoben werden, damit die Wurzeln diese Wasserquelle wieder erreichen. Der Landesverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald forderte ein längerfristiges Programm gegen das „flächige Absterben der Wälder im Hessischen Ried“. Um eine Eichen-Kultur anzulegen und zu sichern, benötige man beispielsweise 20 Jahre.

Die Hitze und Trockenheit hätten in diesem Jahr vor allem den Wäldern in Süd- und Osthessen zugesetzt, so im Odenwald und im Spessart, sagte Eichhorn. Übrige Regionen in Hessen waren nicht so stark betroffen. Zu dem stabilen Gesamtergebnis habe vor allem beigetragen, dass sich der Zustand der Buchen leicht verbessert habe. Mit einem Anteil von rund 31 Prozent sind sie die wichtigste Baumart in den heimischen Wäldern.

Wie werde ich...?/ Forstwirt/in

Allerdings tragen die Buchen - nach einem Jahr mit sehr vielen Bucheckern 2014 - in dieser Saison nahezu keine Früchte, wie aus dem Bericht hervorgeht. Daher mussten die Bäume keine Energie in die Bildung der Bucheckern stecken. Dass es bei der Menge der Früchte von Jahr zu Jahr große Schwankungen gibt sei ein bekanntes Phänomen, erklärte Eichhorn.

dpa

Quelle: op-online.de

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