Hier gibt‘s was auf die Ohren

Sommerzeit ist Festivalzeit. Ein absolutes Muss sind in diesem Jahr wieder Rock am Ring und das Southside-Festival.

Rhein-Main - Glückliche Kühe, saftige Wiesen, ländliches Idyll: Viele Schauplätze großer Freiluft-Festivals führen 362 Tage im Jahr ein beschauliches Dasein, bis zum Sommer – denn da ist Festivalzeit. Von Jens Dörr

Undichte Zelte, verkohlte Grillwürstchen, Bier und gestörte Nachtruhe sind dabei nicht wegzudenken. Wo aber wird in diesem Jahr besonders heftig gefeiert? Und wo kommt wer auf seine Kosten? Die Szene-Redaktion hat die angesagtesten Tipps.

Die wohl bekannteste Rock-Party des Jahres steigt mit „Rock am Ring“ (am Nürburgring in der Eifel) und dem Programm-gleichen „Rock im Park“ (in Nürnberg) am ersten Juni-Wochenende. Bei Deutschlands größtem Festival mit 140 000 Zuschauern sind in diesem Jahr unter anderem Limp Bizkit, Placebo, The Killers, Billy Talent, Slipknot, The Prodigy, Korn, Mando Diao und Peter Fox dabei. Wermutstropfen: Die Karten sind ausverkauft, bei Ebay aber noch für dreistellige Euro-Beträge zu ergattern.

„Southside“ und „Hurricane“ stehen vom 19. bis 21. Juni vor der Tür. Zwei Orte - Scheeßel in der Lüneburger Heide und Neuhausen ob Eck in der Nähe des Bodensees, derselbe Zeitraum, dieselben Bands. Die Erde bebt, wenn die Ärzte, Tomte, Katy Perry, Kraftwerk, Fettes Brot oder die Kings of Leon auf der Bühne stehen. Anfang Juli kommen die Fans besonders günstig auf ihre Kosten: Beim „Rheinkultur“ in Bonn sorgen mit Culcha Candela, Boppin B und Virginia Jetzt! zwar nicht die bekanntesten Headliner für Stimmung, doch dafür ist die Veranstaltung kostenlos. Beim „Splash!“ auf der Halbinsel Pouch in Sachsen-Anhalt erwarten die Besucher heiße Beats von Deichkind und Clueso.

Fans härterer Klänge sind auf dem „Wacken Open-Air“ (30. Juli bis 1. August) mit Motörhead, Amon Amarth oder In Extremo richtig. Raver und Techno-Fans fahren zur selben Zeit zur Raketenbasis nach Kastellaun im Hunsrück, wo beim „Nature One“ 50 000 Fans zu Sven Väth abtanzen. Auch der „Chiemsee Reggae Summer“ (14. bis 16. August) lässt mit Jan Delay und den Ohrbooten keine Wünsche offen.

Das Gratis-Open-Air „Sound of Frankfurt“ gibt es auch in diesem Jahr nicht. 38 Bands auf 16 Bühnen bietet das „Open Doors“ in Neu-Isenburg am ersten Juli-Wochenende. Darüber hinaus steht noch das „Open Flair“ in Eschwege (7. bis 9. August) mit den Subways, Maximo Park und Silbermond an.

Zuvor war stets das „Traffic Jam“ auf einem Verkehrsübungsplatz in Dieburg der Geheimtipp für das Rhein-Main-Gebiet, wo sich trotz der Nicht-Kommerzialität Größen wie Fiddler’s Green und die Gods of Blitz einfanden. Leider fällt die Veranstaltung in diesem Jahr aus.

Es hilft also nichts: Der Festival-Fan aus der Region muss sein Fässchen woanders anstechen ...

Quelle: op-online.de

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